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Atemschutzfilter

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel beschäftigt sich mit Schraubfiltern für Atemschutzvollmasken, wie sie bei der Feuerwehr zum Einsatz kommen für weitere Bedeutungen siehe Raumfilter (Schutzraum)
Bild:Atemschutzmaske mit Filter Feuerwehr Hamburg.jpg
Atemschutzvollmaske ("Panorama Nova" von Dräger) mit angeschraubtem Filter aus KatS-Beständen - vermutlich Typ FE-NM

Atemschutzfilter / Atemfilter (kurz: "Filter") schützen den Träger vor gefährlichen Stoffen (Gase, Partikel von festen und flüssigen Stoffen).

Filter werden nur eingesetzt, wenn der Schadstoff bekannt, (bei Gasen und Dämpfen) sensorisch wahrnehmbar und in der Umgebungsluft noch ausreichend Sauerstoff (mindestens 17 Vol. % und bei CO-Filtern mindestens 19 Vol. %) vorhanden ist. In anderen Fällen müssen umluftunabhängige Atemschutzgeräte eingesetzt werden (z. B. Pressluftatmer).

Atemfilter werden i. d. R. für Normaldruckmasken mit Rundgewindeanschluss ausgeliefert. Für Überdruckmasken mit Schraubanschluss M45x3 gibt es seit einiger Zeit auch Filter mit diesem metrischen Gewindeanschluss.

Bei der Feuerwehr in Österreich finden Atemschutzfilter bis auf wenige Ausnahmen, wie dem Strahlenschutz, keine Verwendung, da das Risiko einer falschen Verwendung als zu groß eingestuft wird.

Klassifizierung, Typen, Kennfarben und Anwendungsbereiche

Atemfilter werden in verschiedene Gruppen eingeteilt, je nach Schutzwirkung unterscheidet man Gas-, Partikel- und Kombinationsfilter. Kombinationsfilter beinhalten sowohl Gas- als auch Partikelfilter. Gasfilter gibt es für verschiedene Stoffgruppen (z. B. "Ammoniak", "Organische Gase und Dämpfe", "Niedrigsieder", ...). Die Eignung für eine Stoffgruppe wird am Filter jeweils mittels eines bestimmten farbigen Ringes und eines Kennbuchstabens kenntlich gemacht.

Jeder Filter trägt außerdem noch eine Angabe zur Filterklasse, da die Filter nach Adsorptionsvermögen in überwiegend drei Klassen (1=gering bis 3=hoch) eingeteilt werden. Bei der Feuerwehr sind v.a. Kombinationsfilter "A2B2E2K2-P3" gebräuchlich. Nicht nach dieser Systematik benannt und gekennzeichnet sind die Filter aus dem Bereich der Bundeswehr und des Katastrophenschutzes des Bundes. Diese Filter tragen zwar auch farbige Ringe zur Kennzeichnung, die jedoch mit der "zivilen" Kennzeichnung nichts zu tun haben. Diese Filter sind oliv lackiert und tragen Bezeichnungen wie z. B. "FE-NM" (Filtereinsatz nicht magnetisch) oder "KS-80" (Kombinationsschraubfilter).

Kennfarbe Typ Hauptanwendungsbereich
braun A Organische Gase und Dämpfe

mit Siedepunkt > 65 °C

grau B Anorganische Gase und Dämpfe

z. B. Chlor, Hydrogensulfid (Schwefelwasserstoff), Hydrogencyanid (Blausäure)

gelb E Schwefeldioxid, Hydrogenchlorid

(Chlorwasserstoff) und andere saure Gase

grün K Ammoniak

und organische Ammoniakderivate

braun AX Niedrigsiedende organische Verbindungen

(Siedepunkt ≤ 65 °C) der Niedrigsiedergruppen 1 und 2

blau NO Nitrose Gase

(Stickoxide) z. B. NO, NO2, NOX

rot Hg Quecksilber
schwarz CO Kohlenmonoxid
orange Reaktor Radioaktives Iod

einschließlich radioaktives Iodmethan

weiß P Partikel

Quelle: Diese Tabelle beruht auf einem Dokument des Herstellers MSA Auer.

Zu beachten ist bei den Atemschutzfiltern jeweils die verschiedene Lebensdauer. Diese ist auch abhängig, ob ein Filter bereits gebraucht wurde. So hat ein Partikelfilter keine Lebensdauerbeschränkung, wurde er allerdings geöffnet, so hält er nur mehr sechs Monate. Dies ist allerdings nur für Übungen wichtig, da er im Einsatz selbst auf jeden Fall entsorgt werden muss. Auch die richtige Entsorgung ist wichtig, da er im Einsatz durch die Einlagerung der ausgefilterten Atemgifte leicht zu einem Sonderabfall werden kann.

Weiterführende Informationen bieten große Hersteller auch im Internet an, z. B. 3M, MSA Auer oder Dräger

Siehe auch

Weblinks

Atemschutzgeräteträgerlehrgang


Bild:Qsicon Lücke.png Dieser Artikel oder Abschnitt weist folgende Lücken auf: Partikel- und gasfiltrierende Halb- und Einmalmasken werden hier nicht erklärt

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