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At the Gates

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At the Gates
Gründung 1990
Auflösung 1996
Genre Melodic Death Metal
Website http://www.atthegates.se
Gründungsmitglieder
Gesang Tomas Lindberg
Bass Jonas Björler
Gitarre Alf Svensson (bis 1993)
Gitarre Anders Björler
Schlagzeug Adrian Erlandsson
Letzte Besetzung vor Auflösung
Gesang Tomas Lindberg
Bass Jonas Björler
Gitarre Martin Larsson (ab 1993)
Gitarre Anders Björler
Schlagzeug Adrian Erlandsson
Ehemalige Mitglieder
Bass Tony Andersson (1992)
Violine Jesper Jarold (1992)

At The Gates (engl.: An den Toren/An den Pforten) war eine Death-Metal-Band aus Schweden. At the Gates waren Mitbegründer des Melodic Death Metal und prägten mit ihrem Stil viele nachfolgende Bands.

Inhaltsverzeichnis

Bandgeschichte

Die Band wurde 1990 in Göteborg gegründet. Nachdem At The Gates mit Ihrer Gardens-of-Grief-Demo auf sich aufmerksam gemacht hatten und im Mai 1991 über Dolores Records ihre EP veröffentlichten, wurde am 27. Juli 1992 das erste Studio Album The Red In The Sky Is Ours über Deaf Records veröffentlicht und kam bei der damaligen Death-Metal-Szene überraschenderweise sehr gut an. Nach einer Europa-Tournee mit My Dying Bride gingen At The Gates zurück ins Studio und nahmen Ihre zweite CD With Fear I Kiss The Burning Darkness auf.

Auf dem neuem Album spielte zwar noch Alf Svensson mit, kurz nach den Aufnahmen übernahm aber Martin Larsson die Rhythmusgitarre. Nach der Veröffentlichung ihres zweiten Albums gaben At The Gates ihr erstes Konzert in England, bei einem Festival namens „Nottingham Rock City“. Das Konzert wurde für MTVs Headbangers Ball Special gefilmt. Kurze Zeit später gingen At The Gates noch einmal auf Tour mit Anathema und Cradle of Filth.

1994 wurde Terminal Spirit Disease veröffentlicht und gilt noch heute als eines der wichtigsten Melodic-Death-Metal-Alben aller Zeiten. Dieses Album machte nun sehr viele Metal-Magazine und Produzenten auf At The Gates aufmerksam. Noch mehr Konzerte folgten in England, dann aber tourten At The Gates als Headliner durch ganz Europa und spielten mit Bands wie Seance und Ancient Rites.

Im Juli 1995 gingen At The Gates, nun beim neuen Label Earache Records ins Studio und nahmen Slaughter Of The Soul auf. Bald gewann das Album den schwedischen Grammy als bestes Hard Rock-Album.

1996, nach fünf Tourneen in einem Jahr, unter anderem mit der Death-Metal-Legende Morbid Angel und mit Napalm Death, trennten sich At The Gates.

Sänger Tomas Lindberg nahm im Laufe der folgenden Zeit an vielen Projekten und Bands teil, beispielsweise The Crown, The Great Deceiver oder der Crustcoreband Skit System. Er war auch Sänger von Disfear und der erfolgreichen Melodic-Death-Metal-Band Nightrage, die er jedoch im Juli 2005 verlassen hat. Lindberg hat mit ihnen die Alben Sweet Vengeance (2003) und Descent Into Chaos (2005) aufgenommen. Gitarrist Anders Björler, Bassist Jonas Björler und Schlagzeuger Adrian Erlandsson gründeten ihrerseits The Haunted. Später verließ Erlandsson die Band, um sich Cradle of Filth anzuschließen.

2004 wurde ein Tribute-Album für At The Gates mit dem Namen Slaughterous Souls – A Tribute To At The Gates veröffentlicht. Anfang 2005 kamen Gerüchte in Umlauf, dass At The Gates Reunionshows planen würden. Diese wurden aber auf der Homepage dementiert.

Stil

Die Musik von At The Gates war zu Beginn (1991–1993) schon sehr komplex, jedoch geht diese Tatsache in der recht rohen Produktion ihrer ersten beiden Alben ("The Red In The Sky Is Ours"/"With Fear I Kissed The Burning Darkness") teilweise unter. 1994, mit der Veröffentlichung von Terminal Spirit Disease hatten At The Gates ihren Stil verfeinert: melodischere Riffs machten ihre Songs eingängiger. Die Gitarrenriffs und das Double-Bass-Drumming von Adrian Erlandsson verliehen der Musik dennoch einen schnellen und brutalen Charakter.

Trotz ihrer Vorreiterrolle waren At The Gates verkaufstechnisch nie so erfolgreich wie stilistisch ähnliche Bands wie Dark Tranquillity oder In Flames.

Einhellige Meinung vieler Death Metal-Fans ist, dass At the Gates noch heute eine stilistische Revolution für den Death Metal darstellen. Ihren Einfluss hört man heute in der Entwicklung, die viele Screamo- und Metalcore-Bands eingeschlagen haben: hysterischer Kreischgesang, „Schweden-Melodien“ und fast ständiger Einsatz von Double Bass-Drumming. Der brutale aber zugleich melodische Stil von At The Gates wird noch heute von tausenden von Fans sehr bewundert.

Diskografie

EPs

  • Gardens Of Grief (1991)

Alben

  • The Red In The Sky Is Ours (1992)
  • With Fear I Kiss The Burning Darkness (1993)
  • Terminal Spirit Disease (1994)
  • Slaughter Of The Soul (1995)
  • Suicidal Final Art (2001) (Best-of)

Splits

  • Cursed To Tour - mit Napalm Death (1996)
  • Gardens Of Grief/In the Embrace of Evil - mit Grotesque (2001)

Demos

  • Gardens Of Grief (1991)
  • Promo Demo 1992 (1992)
  • Promo demo 1995 (1995)
Wikipedia
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