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Asyndeton
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Als Asyndeton (griech., Plural: Asyndeta) bezeichnet man eine unverbundene Aufzählung. Hierbei wird die eigentlich zu erwartende Konjunktion (Verbindungspartikel) weggelassen. Die ohne Konjunktion aufgereihten Worte oder Satzteile sind grammatikalisch und inhaltlich gleichgestellt und nicht gesteigert.
Bisweilen unterscheidet man die Unterformen
- Asyndeton adversativum (gegensätzliches Aufzählen - zwei konjunktionslose Aufzählungen werden einander gegenübergestellt.),
- Asyndeton consecutivum (folgerndes Aufzählen),
- Asyndeton enumerativum (unzählbares Aufzählen - Asyndeton zum Aufzeigen Allumfassenheit des Aufgezählten),
- Asyndeton explicativum (erklärende Aufzählung),
- Asyndeton summativum (resultierendes Aufzählen - die Aufzählung wird anschließend in einem Ergebnis zusammengefasst). Es handelt sich somit um eine rhetorische Figur aus der Gruppe der Wortverbindungen.
Dadurch, dass eine asyndetische Reihung irrational und ungeordnet ist, steht sie oft etwas außerhalb des Textzusammenhangs. Das verleiht ihr im Textganzen eine herausragende Bedeutung, die es ermöglicht, beispielsweise die innere Spannung, oder die Dynamik eines Vorganges auszudrücken. Eine mit einer Konjunktion verbundene Reihung bezeichnet man als Syndeton. Das Gegenteil des Asyndeton ist das Polysyndeton (die mehrfachverbundene Aufzählung, z.B. Einigkeit und Recht und Freiheit.).
Beispiele:
- Wie selig bin ich doch! O haar / stirn / blick / brust / hand /
So köstlich / freindlich / klar / anmuthig und beglicket! (Georg Rodolf Weckherlin, Von ihrer Schönheit Wundern, Schluss)
- Rufts, trank, dürstete! bebte! ward bleicher, blutete! rufte: ... (Friedrich Gottlieb Klopstock, Der Messias, 10. Gesang)
veni, vidi, vici
Verweise
Weblinks
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