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ASUS

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ASUS (ASUSTeK Computer Inc.) ist ein großer taiwanesischer Hersteller von Hardware wie Hauptplatinen, Grafikkarten, Notebooks, Barebones, Netzwerkkomponenten, PDAs, Servern sowie Computergehäusen. Das Unternehmen ist allgemein unter dem Markennamen ASUS (Kurzform von „Pegasus“) bekannt; auch die deutsch-österreichische Niederlassung mit Sitz in Ratingen firmiert als „Asus Computer GmbH“.

Inhaltsverzeichnis

Unternehmensstruktur

Das Unternehmen hat mittlerweile weltweit über 44.000 Angestellte, die meisten davon in China, wohin der Großteil der Produktion schon vor einiger Zeit ausgelagert wurde; insbesondere wurde bei Shanghai auf einer Fläche von 540.000 m² ein kompletter Industriepark gebaut, in dem sowohl komplette Produkte wie Hauptplatinen und Notebooks als auch Bauteile wie PCBs, Konnektoren oder Kondensatoren gefertigt werden. Im Heimatland verbleiben die Abteilungen für Forschung und Entwicklung sowie die Fertigung von Eigenmarken-Notebooks.

ASUS besitzt mittlerweile so genannte „Branch-Offices“ in Deutschland, Italien, England, Frankreich, Spanien, Russland und den USA sowie ein europäisches Servicecenter in den Niederlanden. Weitere Niederlassungen sind geplant.

Zu ASUSTeK gehört die Low-Cost-Mainboard-Marke ASRock sowie die AXUS-Microsystem Inc.[1].

Laut einer Meldung auf dem taiwanisch-chinesischen IT-News-Ticker DigiTimes wurde bei ASUSTeK zum 1. März 2006 eine Restrukturierung durchgeführt, um zu verhindern, dass sich das Geschäft mit der Eigenmarke ASUS mit dem OEM-Geschäft in die Quere kommt (v. a. im Notebook Segment)[2].

Handel

Asus vertreibt seine Produkte nur über Händler und nicht im Direktverkauf. Dabei werden die Produkte oft durch den Händler geordert und direkt durch Asus an den Endkunden versandt. Hierbei ist es in letzter Zeit zu Schwierigkeiten mit der eBay-Plattform gekommen, wo Produkte von Asus gerade mal zu 1 € über dem Einkaufspreis verkauft wurden. Asus hat diesbezüglich Gegenmaßnahmen eingeleitet, um ihre Händlerverbindungen zu schützen.

Hauptplatinen

ASUS ist der weltweite Marktführer bei Hauptplatinen (motherboard), wobei insbesondere von der Tochterfirma ASRock auch der low-budget- und OEM-Markt bedient wird. Jedoch ist der Mainboardbereich bei ASUS häufiger gefragt.

OEM

Außerdem fertigt ASUS als Auftragshersteller Produkte, die dann von Marken wie HP (Hewlett-Packard), Sony, Samsung, Apple und Dell vertrieben werden; so wurde etwa die OEM-Version des ASUS-L8400K-Notebooks von Medion bei Aldi verkauft, besser bekannt als Mohaste.

ASUS und die Cheattreiber

ASUS entwickelte schon immer eigene Grafikkartentreiber und baute eigene Features für die ASUS-Produkte mit ein. Im Jahr 2000 plante ASUS, die so genannte „3D SeeThrough“ in ihre Treiber zu integrieren. Dieses Feature stellt texturierte 3D-Modelle als Wireframe dar – man kann also durch sie hindurchsehen. Für 3D-Solo-Spiele ein durchaus nützliches Feature, doch drohte aus den Reihen der Online-Shooter-Gemeinde (Counter-Strike, Unreal Tournament, ...) massiver Protest. ASUS stoppte angeblich 2000 die Entwicklung dieses Treibers[3].

Im Mai 2001 baute ASUS diese Technologie allerdings wieder in seine Treiber ein. Zwar gab es keinen offiziellen Weg das 3D-SeeThrough-Feature zu aktivieren, doch waren ein paar Registry-Einträge kein Hindernis für willige Cheater. Nach einer Online-Petition und einer Umfrage auf der ASUS-Website (hier stimmten gut 90 % gegen die Weiterführung der 3D-SeeThrough-Technologie[4]) wurde mit der Version 12.40 der „Wallhack“ aus den Treibern entfernt.

Garantie

Wenn der Händler, bei dem man ein ASUS-Produkt gekauft hat, Insolvenz anmeldet, kann man die Hardware auch bei ASUS direkt reparieren lassen. ASUS verlangt allerdings in solchen Fällen vom Kunden, dass er die Insolvenzbescheinigung des Händlers recherchiert.

Im Normalfall jedoch wird z. B. ein in einem Onlineshop gekauften Notebook problemlos vom Asus Support repariert, natürlich nur im Rahmen der Garantie.

Quellen

  1. http://www.heise.de/newsticker/meldung/31193
  2. http://www.digitimes.com/mobos/a20060301A2003.html
  3. http://www.heise.de/newsticker/meldung/10753
  4. http://www.heise.de/newsticker/meldung/17831

Weblinks

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort ASUS, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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