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Astute-Klasse

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Geschichte
In Auftrag gegeben: 1997
Indienststellung: ab 2009
Außerdienststellung:
Heimathafen: Faslane-on-Clyde
Daten
Verdrängung: 8.000 Tonnen
Länge: 97 m
Breite: 11 m
Antrieb: 1x Rolls Royce PWR2 Atomreaktor
Höchstgeschwindigkeit: >32 Knoten
Reichweite: unbegrenzt
Tauchtiefe >300 m
Besatzung: 98
Bewaffnung: 38 x Torpedos
AGM-84 Harpoon
Tomahawk Block IV
Kosten:

Die Astute-Klasse ist die neueste Generation von Atom-U-Booten der britischen Royal Navy. Die Jagd-U-Boote (SSN) sollen ab 2009 in Dienst gestellt werden und werden die Swiftsure-Klasse aus den 1970er Jahren ersetzen. Geplant ist die Anschaffung von insgesamt sieben U-Booten dieser Klasse.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Bereits in den 1980er-Jahren plante die Royal Navy, auf absehbare Zeit ihre U-Boote der Swiftsure-Klasse zu ersetzen. Mit dem Ende des Kalten Kriegs änderten sich jedoch auch bei der Royal Navy die Prioritäten. Während der ursprüngliche Entwurf ein weiteres Jagd-U-Boot zur Abwehr sowjetischer U-Boote vorsah, benötigte man nun einen Bootstyp, der vorrangig militärische Operationen rund um den Globus unterstützen sollte. Der Versuch von Vickers Shipbuilding hierzu eine modifizierte Version der Trafalgar-Klasse zu bauen, erwies sich als zu kostspielig und wenig effizient. 1997 erhielt BAE Naval Systems daher den Auftrag zum Bau eines völlig neuen U-Boot-Typs. Man griff hierbei auf die Erfahrungen mit den raketentragenden SSBNs der Vanguard-Klasse sowie der inzwischen modernisierten Trafalgar-Klasse zurück.

Am 31. Januar 2001, exakt 100 Jahre nach der Kiellegung des ersten britischen U-Bootes, fand die Kiellegung der HMS Astute in Barrow-in-Furness statt. Der Stapellauf wird am 8. Juni 2007 stattfinden, die Indienststellung 2009. Zwei weitere werden 2010 und 2012 folgen.

Zukunft des Projektes

Die ursprünglichen Planungen der Royal Navy sahen die Anschaffung von sechs U-Booten der Astute-Klasse vor, die aus Budgetgründen in zwei Bauserien von je drei U-Booten aufgeteilt werden sollte. Während die ersten drei U-Boote bereits 1997 geordert wurden, steht die Bestellung für die zweite Bauserie noch aus. Im Sommer 2004 gab es Berichte, nach denen das Verteidigungsministerium in London die Pläne für die zweite Bauserie aufgegeben hat und stattdessen die Entwicklung neuer Lenkwaffen-Atom-U-Boote (SSGN) in Auftrag geben wird. Laut der Zeitung The Scotsman sollen diese U-Boote sowohl mit atomaren wie auch konventionellen Waffen bestückt werden und somit neben den bisherigen SSN auch die SSBN der Vanguard-Klasse ersetzen. Das Verteidigungsministerium dementierte jedoch diese Berichte und stellte klar, dass derartige U-Boote lediglich eine von mehreren Optionen für den Ersatz der Vanguard-Klasse seien, die Astute-Klasse jedoch wie geplant geordert werde.

BAE Systems bestätigte im August 2006 gegenüber der BBC, dass das Verteidigungsministerium sein OK für die "Beschaffung von Spezialstahl für vier weitere U-Boote" gegeben habe.

Konstruktion

Die U-Boote der Astute-Klasse werden von einem Rolls Royce PWR2 Druckwasserreaktor angetrieben. Hierbei handelt es sich um eine leicht modernisierte Version des Reaktors der Vanguard-Klasse. Der wesentliche Vorteil dieses Reaktors ist, neben einer höheren Geschwindigkeit und einem leiseren Antrieb, dass er durch die Verwendung neuartiger Brennelemente, dem so genannten Core H, während der gesamten Dienstzeit der U-Boote nicht wiederaufgefüllt werden muss. Das Wiederauffüllen der Reaktoren war bislang eine langwierige und kostspielige Angelegenheit. Ein Nachteil des Reaktors ist, dass er eigentlich für die doppelt so großen ballistischen U-Boote der Vanguard-Klasse gebaut wurde und daher sehr viel Platz einnimmt. Dies ist einer der Gründe, weswegen die U-Boote der Astute-Klasse die größten je in Europa gebauten SSN sein werden.

Die U-Boote werden mit modernster Technologie zur Seeüberwachung sowie für Aufklärungseinsätze ausgestattet sein. Die Bewaffnung besteht aus einem Mix aus Torpedos, Anti-Schiff-Raketen und Tomahawk Marschflugkörpern. Entgegen der ursprünglichen Planung, die den Einsatz von Tomahawk Block III Marschflugkörpern vorsah, wird die Royal Navy die U-Boote nun mit dem Tomahawk Block IV (Tactical Tomahawk) ausstatten. Insgesamt werden die U-Boote 50 Prozent mehr Waffen mitführen können als ihre Vorgänger.

Kosten

Zu Beginn der Entwicklung war geplant, pro U-Boot nicht mehr als eine Milliarde £ (ca. 1,5 Milliarden ) auszugeben. Im Verlauf der Entwicklung kam es jedoch mehrfach zu Problemen und Verzögerungen, die die Kosten in die Höhe trieben. Nach offiziellen Angaben wird die Royal Navy für die HMS Astute nun 3,4 Milliarden £ zahlen. Die höheren Entwicklungskosten wurden aus Budgetgründen ausschließlich auf das erste der U-Boote umgelegt. Die beiden folgenden U-Boote sollen je 850 Millionen £ kosten. Hieraus ergibt sich ein durchschnittlicher Preis pro U-Boot von etwa 1,7 Milliarden £. Beim Bau von vier weiteren U-Booten läge der Durchschnittspreis bei ca. 1,2 Milliarden £.

Flotte

U-Boote Kennung Indienststellung
HMS AstuteS1192009
HMS AmbushS1202010
HMS ArtfulS1212012
HMS ?S1222014
HMS ?S1232016
HMS ?S1242018
HMS ?S1252020

Siehe auch

Weblinks

Wikipedia
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