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Artinsch
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Der Begriff artinscher Ring oder artinscher Modul (nach Emil Artin) beschreibt im mathematischen Teilgebiet der Algebra eine gewisse Endlichkeitsbedingung.
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Definition
Ein Modul M über einem Ring mit 1 heißt artinsch, wenn er eine der folgenden äquivalenten Bedingungen erfüllt:
- (absteigende Kettenbedingung) Jede absteigende Folge von Untermoduln wird stationär, d.h. in einer Kette
gibt es einen Index N, so dass
- (Minimalbedingung für Untermoduln) Jede nichtleere Menge von R-Untermoduln von M hat ein minimales Element bezüglich Inklusion.
Ein Ring R heißt linksartinsch, wenn R artinsch als R-Linksmodul ist.
Ein Ring R heißt rechtsartinsch, wenn R artinsch als R-Rechtsmodul ist.
Ein Ring R heißt artinsch, wenn R links- und rechtsartinsch ist.
Die Untermoduln sind dann gerade die Ideale.
Eigenschaften
- Ist R eine (assoziative) Algebra über einem Körper K, und hat ein R-Modul M endliche K-Dimension, so ist M artinsch.
- Ein kommutativer Ring mit Einselement ist genau dann artinsch, wenn er noethersch und nulldimensional ist. (Ein Ring ist nulldimensional, wenn jedes Primideal maximal ist.) Insbesondere ist jeder Körper artinsch.
- Endlich erzeugte Moduln über einem artinschen Ring sind artinsch.
- Ein artinscher Integritätsring ist bereits ein Körper, es gilt sogar folgende stärkere Aussage: Ein Integritätsring, der die absteigende Kettenbedingung für Hauptideale erfüllt, ist ein Körper.
- Ein linksartinscher Ring ist auch linksnoethersch (die Umkehrung gilt i.A. nicht, auch gilt dies nicht für die R-Moduln)
Beispiele
- Ist K ein Körper, so sind die Ringe K × K und K[T]/(Tn) artinsch.
- Die Z-Moduln Z/nZ sind artinsch, Z selbst jedoch nicht.
-
ist rechtsnoethersch, aber weder linksartinsch noch linksnoethersch
-
ist rechtsartinsch, aber nicht linksartinsch
