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Art-Loss-Register
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Das Art-Loss-Register (ALR) ist die weltweit größte Datenbank verlorener und gestohlener Kunstwerke. Es wurde 1991 in Zusammenarbeit zwischen Auktionshäusern (darunter die die weltweit bedeutendsten Auktionshäuser Sotheby’s und Christie’s), internationalen Verbänden des Kunsthandels, Vertretern der Versicherungswirtschaft und der Stiftung International Foundation for Art Research gegründet.
Das ALR unterhält Büros in London (Zentrale), New York, Köln und Sankt Petersburg (im Aufbau).
Über 170.000 Einträge (Stand Ende 2005) weist die Datenbank auf, die weitaus meisten beziehen sich auf Verluste im Dritten Reich durch die Enteignung jüdischer und anderer Sammler sowie im und nach dem 2. Weltkrieg durch gezielten Kunstraub der Besatzungsmächte und direkte Kriegsschäden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Diebstählen aus Museen im Irak während der Besetzung durch amerikanische Truppen im Irak-Krieg 2001. Aber auch ohne kriegerische Konflikte werden nach einer Schätzung des FBI von 2005 jährlich Kunstwerke im Wert von 8 Mrd. Dollar gestohlen.
Das Art-Loss-Register ist hervorgegangen aus einem Projekt der International Foundation for Art Research, die von New York aus seit 1976 Informationen zu Kunst-Diebstählen zusammengetragen hat.
Der Schwerpunkt der Arbeit des ALR liegt in der diskreten Zusammenarbeit mit Kunsthandel und spezialisierten Ermittlungsgruppen der Polizei in verschiedenen, besonders engagierten Staaten, darunter das Art Crime Team des FBI und eine 40-köpfige Arbeitsgruppe der italienischen Carabinieri. Aber auch die Öffentlichkeit wird in Kooperation mit weltweiten Kunstzeitungen und -zeitschriften in die Suche und Fahndung eingeschaltet und über Hintergründe des Handels mit illegalen Kunstwerken informiert.
Siehe auch: Kunstraub, Artnapping
Weblinks
- Webseite des Art-Loss-Register (englisch, benötigt JavaScript)
- Artikel der ZEIT vom 8. Dezember 2005 über Kunstdiebstähle mit Erwähnung des Art-Loss-Registers
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