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Arschleder
Aus Kefk.
Das Arschleder zählte zur Kleidung des Bergmannes. Es diente als Schutz vor dem Durchwetzen des Hosenbodens bei der Arbeit sowie zum persönlichen Schutz gegen Bodennässe beim Sitzen. Außerdem hatte es eine Schutzfunktion insbesondere beim Einfahren in tonnlägige Schächte.
Das Arschleder ist ein halbrundes Lederstück und wurde am Leibriemen getragen.
Georg Agricola schrieb in seinem Buch De re metallica 1556: „so sitzend die Berghäwer auf ihr Arsleder, das um die Lenden gebunden, dahinter herabhanget.“
Später wurde es auch in schmuckvollen Ausführungen zum Habit (Paradeuniform) bei Bergparaden getragen. Bei bergmännischen Brauchtumsveranstaltungen wird dieses Utensil auch für den sogenannten Arschledersprung genutzt.
Das Arschleder des Bergmannes ist in die Gestaltung von Räuchermännchen und Nußknackern aus dem Erzgebirge eingeflossen.
Das Arschleder hat auch seinen Eingang ins bergmännische Liedgut gefunden. So heißt es in der letzten Strophe der im Ruhrgebiet gesungenen Fassung des Steigerlieds:
Die Bergleut sein kreuzbrave Leut' / denn sie tragen das Leder vor dem Arsch bei der Nacht / denn sie tragen das Leder vor dem Arsch bei der Nacht / und saufen Schnaps, und saufen Schnaps.
In abgewandelter Form gehört dieses Lied auch zum Liedgut der Studentenschaft der Bergakademie Freiberg in Sachsen.
Siehe auch
Weblinks
- Vollständiger Ruhrgebiets-Liedtext von Glückauf, Glückauf, der Steiger kommt!
- Abbildung eines Bergmannes mit Arschleder
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