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Arnold Dolmetsch

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Eugène Arnold Dolmetsch (* 24. Februar 1858 in Le Mans; † 28. Februar 1940 in Haslemere, Surrey) war ein französischstämmiger, hauptsächlich in England wirkender Musiker und Instrumentenbauer. Er gilt als einer der frühesten Pioniere für Historische Aufführungspraxis.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Der Sohn eines Klavierbauers studierte erst Violine bei Henri Vieuxtemps am Königlichen Konservatorium Brüssel. Er setzte seine Studien am Royal College of Music in London bei dem Geiger Henry Holmes und dem Komponisten und Dirigenten John Frederick Bridge fort und erreichte den Abschluss "Bachelor of Music" im Jahre 1889.

Während der Londoner Studienzeit bewunderte er die Sammlung historischer Musikinstrumente im British Museum und begann mit dem Nachbau von Cembalos und Clavichorden. Später weitete er die Tätigkeit des historischen Instrumentenbaus auf die meisten in Vergessenheit geratenen Musikinstrumente des 15. bis 18. Jahrhunderts aus. Seine beruflichen Wirkungsstätten waren Boston und Paris, bevor er seine Werkstatt 1917 in Haslemere eröffnete. Ab 1890 gab er häufig Konzerte auf seinen Instrumenten. 1921 stellte er einen wichtigen Nachbau der Blockflöte vor.

Im Jahre 1925 gründete er an seinem Wohnort ein jährlich stattfindendes Festival zur Wiederbelebung der alten Kammermusik. Ausführende waren zum Teil Freunde und die Mitglieder seiner Familie. Auf diesem Wege weckte er ein breites Interesse an der Solo- und Ensemblemusik auf Lauten, Blockflöten, Gamben und Cembali.

Das Familienensemble

Mabel Dolmetsch, seine Frau, spielte Baßgambe
Rudolph Dolmetsch, sein Sohn, spielte Cembalo und Clacichord
Nathalie Dolmetsch, seine Tochter, spielte Gambe und war die Leiterin der "Viola da Gamba Society"
Carl Frederick Dolmetsch, sein Sohn, spielte Blockflöte und übernahm die Instrumentenbauwerkstatt
Cecile Dolmetsch, seine jüngste Tochter, spielte Gambe

Der Dolmetschkreis setzte auch nach seinem Tod, dessen Werk fort. Hier trat besonders Kenneth Skeaping auf der Barockvioline hervor.

Das Festival

Das alljährlich im Juli stattfindende "International Dolmetsch Early Music Festival" steht unter der Leitung von Dolmetschs Enkelin Jeanne Dolmetsch. Sie lernte Blockflöte, Diskantgambe und Cembalo bei ihrem Vater und studierte Violine und Klavier an der Royal Academy of Music in London.

Die Instrumenten Werkstatt

Dolmetschs Nachfahren führen das von ihrem Ahnen gegründete Unternehmen bis heute fort und haben sich einen Namen mit der Herstellung von Kopien historischer Tasteninstrumenten und Blockflöten gemacht.

Literatur

Sein Buch: "The Interpretation of the Music of the XVIIth and XVIIIth Century" (London 1915) ist ein Meilenstein der Wiederbelebung der historischen Aufführungspraktiken der alten Musik.

Weblink

Wikipedia
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