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Armstrong-Kanone

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Bild:Fort Rinella Gun.jpg
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Die Armstrong-Kanone (benannt nach ihrem Entwickler William George Armstrong, 1. Baron Armstrong) ist ein britisches Geschütz mit unterschiedlichen Kalibern.

Die größte Vorderlader-Kanone der Welt, eine Amstrong-Kanone, steht in Kalkara auf Malta in der britischen Festung Fort Rinella (erbaut 1878). Bei dem 1882 ausgelieferten Geschütz handelt es sich um eine 100-t-Kanone (Kaliber 17,72 inches = 45 cm), deren 1000 kg schwere Geschosse etwa 13 km weit fliegen und bis zu 65 cm dicke Panzerschutzplatten durchbrechen konnten.

Die Besonderheit liegt nicht nur in der Größe, sondern auch in der Bedienung: Das Geschütz wurde mittels einer unterirdischen Dampfmaschine hydraulisch betrieben, so dass es einem einzelnen Soldaten möglich wurde, das Geschütz horizontal und vertikal auszurichten und abzufeuern.

Unmittelbar vor der Kanone sind links- und rechtsseitig zwei Magazinbunker vorgelagert, so dass die Waffe wechselseitig beladen werden und somit zwei Schuss innerhalb von 6 Minuten abgegeben werden konnten. Die Kanone wird einmal im Jahr zu Nationalfeierlichkeiten abgefeuert. Hierfür wird eine 100 kg schwere Pulver-Kartusche in den Lauf gelegt - diese hätte genug Energie geliefert, um das 1000 kg Explosivgeschoss abfeuern zu können.

Ursprünglich war das Geschütz zur Abschreckung gedacht, weil die italienische Marine 1882 einige Armstrong-Kanonen ähnlicher Größe auf Kriegsschiffe montiert hatten. Das damals britische Malta sah sich somit im Zugzwang, wenigstens gleichgroße Kanonen mit mindestens gleicher Reichweite auf der Insel stationiert zu haben, so dass diese verteidigt werden konnte.

Früher gab es noch eine zweite 100 t Armstrong-Kanone auf Malta, die aber später in die Meerenge von Gibraltar verlegt wurde. Dieses Gibraltar-Geschütz ist jedoch beim Abfeuern explodiert und zerstört worden. Das Malta-Geschütz wurde lediglich zweimal zur Funktionsüberprüfung abgefeuert und blieb, da es abschreckend genug war, im Kriegsfall stets unbenutzt. Später gab es modernere Hinterladerkanonen bzw. Hinterladergeschütze, die schließlich die Vorderlader ablösten. Das Malta-Geschütz ist somit bislang lediglich zu Probe- oder Repräsentationszwecken abgeschossen worden.

Nachdem die ursprüngliche Lackierung abgeblättert war (unten), wurde die Kanone umlackiert. Der Lack wurde von einem maltesischen Hersteller gesponsert.

Weblinks

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