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Aribert Heim

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Aribert Heim (* 28. Juni 1914 in Bad Radkersburg, Österreich) ist ein österreichischer Mediziner und Kriegsverbrecher. Als Lagerarzt tötete er im KZ Mauthausen und im KZ Buchenwald zahlreiche Insassen bei medizinischen Versuchen. Heims Verbleib ist unbekannt, nach ihm wird international gefahndet.

Heim wurde als Sohn eines Polizeibeamten und einer Hausfrau geboren. Er studierte Medizin, promovierte in Wien zum Doktor der Medizin und meldete sich im Frühjahr 1940 freiwillig zur Waffen-SS.

Im Oktober 1941 wurde Heim ins KZ Mauthausen versetzt, wo er Versuche an Menschen absolvierte. Um Leichensektionen zu erzwingen, tötete er gezielt Häftlinge durch intrakardiale Giftinjektionen (etwa mit Phenol), entnahm dem Lebenden Organe ohne Anästhesie und verstümmelte Kranke während der Narkose, so dass sie nach dem Erwachen an den Folgen verstarben.

Nach einigen Wochen wurde Heim in ein SS-Lazarett in Wien versetzt.

Am 15. März 1945 wurde er von US-amerikanischen Militärs festgenommen und im Kriegsgefangenenlager Ludwigsburg interniert, 1949 jedoch unter fragwürdigen Umständen und ohne Auflagen entlassen. Er heiratete und praktizierte bis 1961 weiterhin in Süddeutschland als Arzt.

Aribert Heim ist seit 1962, als Anklage gegen ihn erhoben wurde, untergetaucht. Für seine Ergreifung hat die Polizei Baden-Württemberg eine Belohnung von 130.000 Euro ausgesetzt, weitere 10.000 Euro das Simon Wiesenthal Center. Laut BKA gehört Heim zu den meistgesuchtesten Personen in Deutschland. Im Rahmen der Operation Letzte Chance, bei der die letzten noch lebenden deutschen Kriegsverbrecher aus der Zeit des Nationalsozialismus gefasst werden sollen, sucht das Simon Wiesenthal Center nach ihm. Im Oktober 2005 verdichteten sich die Hinweise, dass er an der spanischen Mittelmeerküste nahe Dénia gelebt haben soll. Über einen Freund der Familie (vermutlich Fritz Steinacker, Rechtsanwalt aus Frankfurt am Main, ehemaliger Verteidiger bei den Nürnberger Prozessen und im Frankfurter Auschwitz-Prozess, jeweils zusammen mit Laternser) flossen wiederholt größere Beträge in diese Region sowie auch nach Dänemark, angeblich zu Investitionszwecken. Es gibt Hinweise, dass Heim Ende Oktober 2005 über Madrid nach Südamerika geflüchtet ist. Seit Anfang 2006 wird er in Chile vermutet, wo seine Tochter Waltraud seit Beginn der 1970er Jahre lebt.

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