Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Arbeitsgedächtnis

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Arbeitsgedächtnis hat eine limitierte Kapazität. Es ist zuständig für vorübergehende Speicherung und Veränderungen und wird zum Beispiel benötigt um einen Satz inhaltlich zu verstehen (so dass man sich noch an den Anfang des Satzes erinnern kann, wenn man am Ende angelangt ist). Auch im Zusammenhang mit der Lösung komplexer Aufgaben ist das Arbeitsgedächtnis notwendig. Das Arbeitsgedächtnis wird genutzt um die uns unmittelbar umgebende Umwelt zu verstehen und eine mentale Repräsentation dieser herzustellen. Es wirkt unterstütztend beim Problemlösen und beim Erwerb neuen Wissens. Es hilft bei der Formulierung und Abwägung aktueller Ziele.

Inhaltsverzeichnis

Abgrenzung zum Kurzzeitgedächtnis

Der Begriff Kurzzeitgedächtnis bezieht sich auf ältere Theorien, die von einem einheitlichen System zur kurzzeitigen Speicherung von Informationen ausgegangen sind. Im Gegensatz dazu geht man heute von einem Mehrspeichermodell aus, in dem verschiedene Subsysteme für verschiedene Arten von Informationen zuständig sind.

Mehrkomponentenmodell

Alan D. Baddeley and Graham Hitch schlugen 1974 ihr Arbeitsgedächtnismodell vor, mit dem sie das Kurzzeitgedächtnis präziser beschreiben wollten. Das Modell basiert auf vier (früher drei) getrennten Komponenten die gegenseitig in Verbindung stehen. Dabei unterscheidet man zwischen der zentralen Exekutive, die als Steuer- und Organisationselement dient und den drei Subsystemen, die von der zentralen Exekutiven verwaltet werden. Die Subsysteme sind die phonologische Schleife (verarbeitet vor allem verbale Informationen), der räumlich visuelle Notizblock (verarbeitet vor allem visuelle Informationen) und der episodische Puffer (multimodales Speichersystem).

prozessorientierte Theorie

Dieser modulorientierten Theorie stehen neuere, prozessorientierte Theorien (z.B. nach Nelson Cowan) gegenüber. In diesen wird von der Verteilung von Aufmerksamkeitsressourcen und der damit einhergehenden Aktivierung von verteilten neuronalen Netzwerken ausgegangen. Eine weitere Theorie (von Randall W. Engle) widmet sich der Erforschung des Zustandekommens von individuellen Unterschieden in der Kapazität des Arbeitsgedächtnisses (näheres dazu im entsprechenden Artikel).

Literatur

  • Baddeley, A. D. (1999). Essentials of human memory. Kap. 3 Working memory

Siehe auch

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Arbeitsged%C3%A4chtnis, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge