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Arbeitertheater

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Das Arbeitertheater entstand in der DDR aus Gruppen von Laienschauspielern, aus dramatischen Zirkeln und aus Agit-Propgruppen und war mit der Kulturarbeit der Gewerkschaften verbunden.

Die ersten Arbeitertheater gab es Ende der fünfziger Jahre, und seit 1959 wurde der Titel "Arbeitertheater" analalog zu den Titeln "Bauerntheater" und "Dorftheater" verliehen. Im Jahre 1969 bestanden in der DDR 95 Arbeitertheater mit 2.799 Ensemblemitgliedern. In der charaktristischen Form der Zusammenarbeit mit Berufskünstlern und in der Annäherung an das Repertoire und die Arbeitsweise von Berufstheatern wurde versucht, eine gehobene Darstellung des Laientheaters aufzubauen.

Das Repertoire der Arbeitertheater umfaßte Themen der Antike, der bürgerlichen Klassik, der Klassiker des sozialistischen Realismus sowie dramatische Stücke der Gegenwart der DDR. Dabei wurde die künstlerische Entdeckung "des Helden der sozialistischen Gegenwart", wie es offiziell hieß, besonders hervorgehoben. Die Arbeitertheater widmeten sich auch der Aufführung der sowjetischen Gegenwartsdramatik.

Seit dem Jahr 1976 gab es eine "Woche der Arbeitertheater" bei den Arbeiterfestspielen der DDR, wo ausgewählte Stücke als Auszeichnung vorgeführt wurden. Die Anleitung und Beratung der Arbeitertheater erfolgte durch die "Zentrale Arbeitsgemeinschaft Laientheater der DDR". Weitere Unterstützung gewährte seit 1966 die Zeitschrift "szene".

Herausragende Arbeitertheater

  • Arbeiter- und Bauerntheater "Friedrich Schiller" Bauerbach

Literatur

  • Arbeitertheater auf dem Bitterfelder Weg, Spielpläne der Arbeitertheater von den 1. bis zu den 7. Arbeiterfestspielen der DDR. Berlin: Verlag Tribüne, Berlin 1965
  • Arbeiterfestspiele der Deutschen Demokratischen Republik. Hrsg. vom Bundesvorstand des FDGB, Abteilung Kultur, Verlag Tribüne, Berlin 1967

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