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Arbeiterolympiade
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Die Arbeiterolympiaden (Olympiaden der Sozialistischen Arbeitersportinternationale) waren als Gegenbewegung zu den bürgerlichen Olympischen Spielen konzipiert. Sie fanden 1925 in Frankfurt am Main, 1931 in Wien und 1936 in Barcelona bzw. 1937 in Antwerpen statt.
Ab Ende des 19. Jahrhunderts organisierten sich Arbeiter in eigenen Arbeitersportbünden, um ihrem Hobby nachzugehen, Körper und Geist weiterzuentwickeln und „proletarisches Selbstbewusstsein“ gegen das herrschende Bürgertum zu entwickeln und zu demonstrieren.
Die Arbeiterolympiaden grenzten sich gegen die offiziellen Olympischen Spiele ab, denen sie nach dem Ende des Ersten Weltkrieges vorwarfen, den Krieg mit sportlichen Mitteln fortzusetzen. Dem gegenüber bekräftigten die Arbeitersportler, dass sie „fernab jedes chauvinistischen Treibens stehen“ und mit ihrem „zielbewussten Auftreten für eine andere Gesellschaftsordnung einstehen“.
An der ersten Arbeiterolympiade 1925 in Frankfurt am Main beteiligten sich rund 100.000 Arbeitersportler - mehr als jemals zuvor oder danach bei bürgerlichen Olympischen Spielen. Unter roten Fahnen zogen die Delegationen aus zahlreichen Staaten in die Wettkampfarena ein und zeitgleich begannen in ganz Frankfurt sportliche Wettkämpfe und Massenübungen. Das Reglement der proletarischen Spiele schrieb vor, dass Länder, die sich an den allgemeinen Freiübungen nicht beteiligten, von der Arbeitersportolympiade ausgeschlossen würden. Ziel dieser Regelung war es einerseits, die Differenz zwischen proletarischen Leistungsportler und den Massen aufzuheben und andererseits, durch gemeinsames öffentliches Auftreten von Sportlern aus verschiedenen Ländern den Nationalchauvinismus zurückzudrängen und den Gedanken der internationalen Solidarität zu stärken.
Die letzte Arbeiterolympiade sollte 1936 im revolutionären Spanien stattfinden und war als Alternative zu den faschistischen Propagandaspielen von Berlin geplant. Sie wurde jedoch unmittelbar nach der Eröffnungsfeier in Barcelona abgebrochen, weil der Faschist Francisco Franco mit seinem Militärputsch den Spanischen Bürgerkrieg auslöste.
Als Ersatz wurden 1937 Spiele in Antwerpen abgehalten. Infolge der politischen Entwicklung waren nur etwa halb so viele Länder und weniger als halb so viele Sportler und Sportlerinnen vertreten wie bei den beiden ersten Arbeiterolympiaden. Die deutsche Arbeitersportbewegung wurde 1933 von den Nationalsozialisten, die österreichische 1934 vom autoritären Regime zerschlagen.
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