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Appomattoxfeldzug
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Der Appomattoxfeldzug (29. März - 9. April 1865) war eine Serie von Kämpfen während des Amerikanischen Bürgerkrieges, an deren Ende die Kapitulation der Nord-Virginia-Armee, der wichtigsten Armee der Konföderierten Staaten von Amerika, stand. Diese Kapitulation wird gemeinhin als das Ende des Bürgerkrieges angesehen, obwohl die letzte konföderierte Armee ihren Kampf erst Mitte Juni aufgab.
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Vorgeschichte
Nach mehr als zehnmonatigem Stellungskampf näherte sich die Belagerung von Petersburg im März 1865 ihrem Ende. Der Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Nordstaaten, Generalleutnant Grant, hatte immer weitere Truppen im Anschluss an die Stellungen bei Petersburg nach Westen eingesetzt. Die Linien der zahlenmäßig schwächeren Konföderierten wurden dadurch immer mehr gedehnt, so dass die Position der Nord-Virginia-Armee nun kurz vor dem Zusammenbruch stand. Ein Versuch der Konföderierten, die Belagerung zu sprengen, war bei Fort Stedman gescheitert.
Grant, verstärkt von Truppen aus dem Shenandoahtal unter General Sheridan, beschloss nun, die letzte verbliebene Nachschublinie der konföderierten Truppen, die Southside Railroad im Westen, anzugreifen, was den Oberbefehlshaber der Nord-Virginia-Armee General Lee unweigerlich zwingen würde, Petersburg und Richmond aufzugeben. Grant war jedoch bewusst, dass Lee sich für diesen Fall wohl südwestlich in Richtung Lynchburg zurückziehen und versuchen würde, sich in North Carolina oder Südvirginia mit der Tennessee-Armee von Johnston zu vereinigen. Es war also nicht damit getan, Lee aus Petersburg zu vertreiben, sondern es kam auch darauf an, ihn am Weitermarsch zu hindern und dadurch, im offenen Feld zahlenmäßig weit unterlegen, zur Aufgabe zu zwingen. Ende März, als sich das bis dato schlechte Wetter besserte, begann Grants Untergebener General Sheridan daher mit der Kavallerie und dem V. Korps der Potomac-Armee seine Operation gegen die Southside Railroad.
Verlauf
Sheridan marschierte nach Westen, in Richtung Dinwiddie Court House, wo er aber am 31. März einen kleinen Rückschlag einstecken musste. Er ordnete seine Truppen wieder und führte am 1. April in der Schlacht bei Five Forks nach anfänglichen Schwierigkeiten einen vernichtenden Schlacht gegen die rechte Flanke der konföderierten Armee durch, der die Truppen von General Pickett vom Rest der Südstaatenarmee trennte und Lee zwang, die Evakuierung von Petersburg und Richmond vorzubereiten. Am folgenden Tag startete General Meade einen Generalangriff auf die Linien der Konföderierten und nahm Petersburg nach fast elfmonatiger Belagerung ein. Tags darauf marschierten Truppen der James-Armee auch in der konföderierten Hauptstadt Richmond ein. Die Regierung der Konföderation und ihre wichtigste Armee befanden sich indessen, immerzu bedrängt von Grants Truppen, auf dem Rückzug nach Westen. Bei Sayler's Creek gelang es den Unionstruppen am 6. April die Korps von General Ewell und R.H. Anderson vom Rest der Armee abzuschneiden und zur Aufgabe zu zwingen. Tags darauf gelang der Armee von Nord-Virginia bei Farmville ihr letzter Sieg, als ein Angriff der Unionstruppen in einem Rückhaltegefecht zurückgeschlagen wurde. Lees Armee, hungrig und müde, versuchte weiter nach Westen zu gelangen, wo man hoffte, Rationen zu finden. Am 8. April aber gelang es der Kavallerie der Nordstaaten die Konföderierten zu überholen, nach Appomattox Court House zu gelangen und den Weg der Armee von Nord-Virginia zu blockieren. Nachdem der Ausbruchsversuch des Korps von General Gordon am 9. April nach anfänglichen Erfolgen gescheitert war, willigte Lee schließlich in die Kapitulation seiner Armee ein (siehe auch Appomattox Court House, Schlacht von Appomattox).
Dauer des Feldzuges
Zum zeitlichen Rahmen der Appomattoxkampagne gibt es unterschiedliche Angaben. Manche Quellen zählen die Kämpfe im Raum Petersburg vom 29.3.-2. April noch zur Belagerung von Petersburg und bezeichnen nur den eigentlichen Rückzug der Nord-Virginia-Armee als Appomattoxkampagne.
