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Apogäumsmotor
Aus Kefk.
Der Apogäumsmotor ist ein Raketenantrieb eines Satelliten zum Erreichen der endgültigen Umlaufbahn.
Oft genügt der Schub der Trägerrakete nicht, um einen Satelliten in eine hohe Kreisumlaufbahn zu befördern. Statt dessen setzt sie ihn in einer stark elliptischen Bahn ab, deren Apogäum (erdferner Punkt) dem Durchmesser der gewünschten Bahn nahe kommt. Die Transferbahn heißt Geo Transfer Orbit (GTO), wenn der Satellit geostationär positioniert werden soll. Der Name für den Apogäumsmotor leitet sich vom Zündzeitpunkt ab. Durch das Starten des Motors im Apogäum hebt er das Perigäum (erdnaher Punkt) an und vermindert die Exzentrität der Satellitenbahn.
Verschiedene Technologien kommen bei Apogäumstriebwerken zum Einsatz:
- Feststofftriebwerk: bei kleineren Satelliten kommt häufig ein kleines Feststoffraketentriebwerk zum Einsatz. Da dieses nur einmal gezündet werden kann, ist eine Korrektur (z.B. bei einer fehlerhaften Ausrichtung des Satelliten) nicht möglich. In den meisten Fällen bleibt das Triebwerk mit dem Satelliten verbunden, aber speziell bei zahlreichen Wettersatteliten wurde es abgestoßen.
- Flüssigtreibstofftriebwerk: Hierbei handelt es sich meistens um ein kleines Triebwerk, das mit lagerfähigen Treibstoffen über eine Druckgasförderung versorgt wird. Charakteristisch für das Triebwerk ist ein relativ geringer Schub, beim EAM (European Apogee Motor) sind es typisch 500 N. Gleichzeitig ist eine lange Laufzeit typisch, oft fünf bis zehn Minuten.
- Ionentriebwerk: Eine Besonderheit stellen hier die neuen Ionentriebwerke dar, deren Schub und Brenndauer noch extremer ausfallen, der Schub liegt mit etwa 70 mN deutlich niedriger, die Brenndauer ist auf viele Tage in Intervallen ausgedehnt. Zur Verwendung der Ionentriebwerke ist ein besonderer GTO erforderlich.
Weblinks
- Europäischer Apogäumsmotor (EAM) (in Englisch)
