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Antikausativ
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Antikausativ - (auch rezessiv (lateinisch recedere‚ zurückweichen), ergativiert, ergativ und bei Reflexivität medial genannt) - ist eine Valenzoperation, bei der ein Kausativum um seine Dimension des Veranlassens reduziert wird, indem es durch Streichung des Agensaktanten nur noch mit einem Subjekt steht, welches ursprünglich Objekt des Kausativums ist. Beim Antikausativ wird also nicht nur das Agens - der handelnde Teil des Satzes - sondern auch die Bedeutung des Verursachers völlig eliminiert.
Beispiel:
- Er fällt den Baum - Der Baum fällt
Das Antikausativ wird den Detransitivierungen zugerechnet. d.h. die Valenz des Verbs wird verringert, das Agens getilgt und das Patiens wird zum Subjekt. Hinzu kommt beim Antikausativ noch, dass das Agens in der Bedeutung keine Rolle mehr spielt.
Eine zusätzliche morphologische Markierung erhält die antikausative Verbvariante - zumindest im Deutschen - nicht. Kausativum und Antikausativum zusammen bilden ein sogenanntes „ergatives Verbpaar“. Sie sind formal nicht immer identisch, z.B. „töten“ - „sterben“.
Quellen
- Metzler Lexikon Sprache (Herausgeber:Helmut Glück),2005
- DUDEN-Grammatik 2005 (7.Auflage)
- Hadumod Bußmann, Lexikon der Sprachwissenschaft
Weblinks
http://lingweb.eva.mpg.de/~confer/wiki/index.php/Antikausativ
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