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Antiheld

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Ein Antiheld (Gegenheld) ist ein Figurentypus in Literatur, Film oder Comic. Während die dramatische Hauptfigur (der Protagonist) einer Geschichte durch seine überlegene Charakter-, Verstandes- oder moralische Stärke zur Identifikation einlädt, ist es beim Antihelden die Schwäche in einer dieser Hinsichten, die sympathisch wirkt. Er ist z. B. moralisch stark, aber verstandesschwach wie Don Quijote oder Simplicius Simplicissimus.

Antihelden brechen mit der Möglichkeit des Eskapismus, bei der der Leser seine Wunschträume auf die Hauptfigur projizieren kann, genauso stark, schön, tapfer oder klug zu sein wie der Held der Geschichte. Dafür sind Antihelden in der Regel die vielschichtigeren, tiefer und exakter gezeichneten Charaktere, da sich hier auch Verletzungen und Schwächen einer Figur darstellen lassen. Schließlich lassen Antihelden auch Komik auf Kosten der Hauptfigur zu, denn sie sind potentielle Narren (Komödie). Man kann dies auch parodistisch einsetzen.

Im amerikanischen Comic sind Antihelden eine Abart der Superhelden, die Gewalt ausüben, ohne auf moralische Prinzipien Rücksicht zu nehmen (Spawn, Punisher, Lobo, Marv aus Sin City), ähnlich wie die finsteren Rächer der Italo-Western im Film (Django). Typische Antihelden sind auch die Detektive des Film noir der 1940er Jahre. Oft gehen Antihelden auch Tätigkeiten nach die als „moralisch verwerflich“ gelten, zum Beispiel Diebe oder Meuchelmörder, wie z. B. Garret, der Protagonist der Thief-Reihe für PC oder 47, der Protagonist der Hitman-Reihe.

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