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Ansitz
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Ansitze entstanden am Ausklang des Mittelalters und in der frühen Neuzeit bis hin ins 19. Jahrhundert. Anders als Burgen und Wohntürme sind Ansitze entweder schwach oder gar nicht befestigt. Sie entstanden in einer Zeit, als mittelalterliche Befestigungen mehr und mehr ihren militärischen Zweck eingebüßt hatten. Ansitze waren vor allem auf bequemes und repräsentatives Wohnen ihrer feudalen Eigentümer hin angelegt.
Allerdings halten Ansitze an der Formensprache der mittelalterlichen Vorgängerbauten des (niedrigen) Adels fest. Häufig sind Zierzinnen, dekorative Erkerchen, Türme und andere Elemente des feudalen Wohnens, mit denen die Eigentümer auf ihre Sonderstellung hinwiesen.
Die rechtliche Sonderstellung des Ansitzes gegenüber dem Landesherrn ist denn auch das wesentliche Kennzeichen eines Ansitzes. Dies beinhaltete die Freiung (Steuerfreiung) sowie das Adelsprädikat desjenigen, für den der Ansitz gefreit wurde.
Abgrenzung
Der Übergang zum Schloss ist zwar fließend; allerdings ist ein Ansitz in der Regel zu klein für eine aufwändige Hofhaltung. Anders als ein Palais, der sich in der Stadt befand, lag ein Ansitz immer auf dem Land.
In der Jägerei ist ein Ansitz eine Bejagungseinrichtung. Diese sind meist stationär (z.B. Hochsitz), können jedoch auch mobil sein. (siehe auch: Ansitzjagd)
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