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Angina Pectoris

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Klassifikation nach ICD-10
I20 Angina pectoris
I20.0 Instabile Angina pectoris
I20.1 Angina pectoris mit nachgewiesenem Koronarspasmus
I20.8 Sonstige Formen der Angina pectoris
I20.9 Angina pectoris, nicht näher bezeichnet
ICD-10 online (WHO-Version 2006)
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Angina_Pectoris, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.


Angina Pectoris (Synonym: Stenokardie, deutsch: Brustenge) ist eine anfallsartige Enge in der Brust.

Als Angina Pectoris (AP) bezeichnet man einen Schmerz in der Brust, der durch eine Durchblutungsstörung des Herzens ausgelöst wird. Meist beruht diese Durchblutungsstörung auf einer Engstelle (= Stenose) eines Herzkranzgefäßes. Beim Herzinfarkt sind dagegen Durchblutung und Sauerstoffzufuhr in einem bestimmten Bezirk des Herzens plötzlich und auf Dauer unterbrochen, weil eine Koronararterie vollständig blockiert ist.

Inhaltsverzeichnis

Pathophysiologie

Angina Pectoris wird entweder durch körperliche oder seelische bzw. psychische Belastung verursacht, meistens im Rahmen einer vorbestehenden Koronarsklerose. Eine Sonderform ist die Prinzmetal Angina, hier wird eine vorübergehene Ischämie des Myokards durch einen Spasmus der Koronararterien ausgelöst. Die Dauer eines Anfalls liegt zwischen Sekunden und Minuten.

Unterscheidung des Auftretens in Ruhe (Ruhe-AP) oder unter Belastung (Belastungs-AP). Von der Ruhe-AP geht eine unmittelbare Infarktgefahr aus.

Eine Unterscheidung von AP und Herzinfarkt ist manchmal mit dem Medikament Nitrolingual möglich. Bei einem AP-Anfall kann das Medikament gut helfen und Schmerz und Enge in der Brust lassen deutlich nach. Allerdings sollte man sich nur in besonderen Fällen auf diese Art der Unterscheidung verlassen. Die Behandlung einer infarktverdächtigen AP umfasst Sauerstoff, Venöser Zugang, ASS, Heparin. Der Oberkörper ist in Hochlage zu lagern, um das schon geschwächte Herz weniger zu belasten.

Formen der Angina Pectoris

  • Belastungsangina
  • nächtliche Angina
  • stabile Angina Pectoris
  • instabile Angina Pectoris
  • therapieresistente Angina Pectoris
  • Prinzmetal-Angina (Dabei wird eine vorübergehende Durchblutungstörung des Herzmuskels durch einen Krampf eines oder mehrerer Herzkranzgefäße, der Koronarien, ausgelöst.
  • Präinfarktangina (vor einem Herzinfarkt auftretend)

Behandlungsmöglichkeiten

Ursachen

Symptome

  • beginnen typischerweise plötzlich und dauern Sekunden bis zu Minuten,
  • werden oft als Brennen, „Sodbrennen“, Reißen oder krampfartiger Druck in der Herzgegend beschrieben,
  • werden oft hinter dem Brustbein (retrosternal) empfunden, häufig ausstrahlend in beide Brustkorbseiten, seltener auch in beide Schultern und Oberarme, in den Oberbauch und Rücken, über den Hals bis hin zum Unterkiefer sowie in den ganzen linken Arm bis in die Hand,
  • können auch nur zwischen den Schulterblättern, in der Magengegend und in der rechten Brustkorbhälfte auftreten.

Grad-Einteilung

  • 0: Stumme Ischämie (Zufallsbefund)
  • I: AP-Beschwerden nur bei schwerer körperlicher Anstrengung
  • II: geringe Beeinträchtigung bei normaler körperlicher Belastung
  • III: erhebliche Beeinträchtigung bei normaler körperlicher Belastung
  • IV: AP-Beschwerden bei geringster körperlicher Belastung oder Ruheschmerz

Differenzialdiagnose

stabile Angina Pectoris

Eine stabile AP liegt vor, wenn der Schmerzcharakter der Anfälle immer gleich ist und die Beschwerden durch entsprechende Gegenmaßnahmen (körperliche Ruhe, Medikamenteneinnahme) nachlassen. Der stabilen AP liegt häufig eine mehr als 70%ige Stenose von mindestens einem bedeutenden Koronargefäß zugrunde

instabile Angina Pectoris

Als instabile AP bezeichnet man jede plötzliche Änderung des klinischen Bildes

  • erstmaliges Auftreten einer AP
  • AP in Ruhe
  • Zunahme der Anfallsdauer, Anfallshäufigkeit und Schmerzintensität bei unzureichender Medikamentenwirkung

Der instabilen AP liegt in der Regel eine koronare Mehrgefäßerkrankung oder eine linksseitige Hauptstammstenose zugrunde. Eine instabile Angina Pectoris geht mit großem Herzinfarktrisiko einher. Ein Patient, der unter entsprechenden Symptomen leidet, benötigt in der Regel umgehend ärztliche Hilfe.

siehe auch: Stress-Kardiomyopathie (Broken-Heart-Syndrom)


Weblinks

Wikipedia
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