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Anger (Steiermark)

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Wappen Karte
Bild:Map at feistritz bei anger.png
Basisdaten
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Weiz (WZ)
Fläche: 1,97 km²
Geografische Lage: Koordinaten: 47° 15′ N, 15° 41′ O47° 15′ N, 15° 41′ O
Höhe: 479 m ü. A. bis 700 m ü. A.
Einwohner: 918 (Volkszählung 2001)
Postleitzahl: A-8184
Vorwahl: +43 3175
Gemeindekennziffer: 61702
Gemeindeamt: Südtiroler Platz 3
8184 Anger
Offizielle Website: http://www.anger.st
E-Mail-Adresse: gde@anger.st
Politik
Bürgermeister: Hubert Höfler (ÖVP)
Gemeinderat:
(GR-Wahl 2005)
9 Gemeinderäte:
5 ÖVP, 4 SPÖ

Anger ist eine im Bezirk Weiz gelegene Marktgemeinde des österreichischen Bundeslandes Steiermark.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Anger liegt an der Feistritz (Fluss), etwa 40 km nordöstlich von Graz, 13 km östlich der Bezirkshauptstadt Weiz und 10 km südlich von Birkfeld.

Nachbargemeinden

Baierdorf, Feistritz bei Anger, Floing, Naintsch

Geschichte

Anger war im 2. und 3. nachchristlichen Jahrhundert von den Römern besiedelt. In der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts dringen Slawen in die Steiermark ein. Der durch Anger fließende Fluß Feistritz heisst übersetzt "reissender Bach" und deutet auf eine slawische Besiedlung hin.

Die Burg Waxenegg wird 1217 als "Wesseneck" erstmals urkundlich erwähnt und ist der früheste urkundliche Beleg des gesamten Bereiches um Anger und auch des oberen Feistritztales.

Im März 1364 wird Anger selbst erstmals urkundlich erwähnt. Einige Jahre später, 1379, erhält die Kirche in Anger pfarrliche Rechte. Die Kirche selbst ist dem hl. Andreas geweiht.

Im Jahr 1389 wird Anger erstmals als Markt bezeichnet.

Das heute noch zu besichtigende Steinpeisshaus oder Freihaus gelangt 1507 an die Freiherrn von Teuffenbach zu Mayerhofen. Die zweite Kirche in Anger, die Vierzehn-Nothelfer-Kirche, wurde wohl bereits in vorreformatorischer Zeit errichtet, da die im Westportal eingemeisselte Jahreszahl darauf hin deutet.

1556 stehen im Markt Anger 23 Häuser.

1650 gibt es im Markt Anger 18 verschiedene Berufe wie bspw. Lederer, Leinweber und Hafner, Bäcker, Tuchmacher, Schmiede u.a. Im Jahr 1663 gelangt Waxenegg mitsamt den beiden Burgen und den Untertanen in den Besitz der Freiherrn und späteren Grafen von Webersberg, die ein Jahrhundert lang als Burg- und Herrschaftsinhaber fungieren. Die Familie der Werbersberg stirbt letztlich aus. Danach ersteigert Johann Graf Khevenhüller- Metsch die Herrschaft Waxenegg und zieht die Verwaltung nach Thannhausen. Die Herrschaft von Waxenegg wechselt zu Beginn des 19. Jhdt. Nachdem 1799 Karl August Fürst von Brentzenheim Besitzer der Herrschaft war, erwirbt 1806 Ferdinand Reichsfreiherr von Gudenus Waxenegg und das Steinpeißhaus in Anger.

1848 erfolgt die Aufhebung der Grunduntertänigkeit. Das macht Bauern und Bürger zu persönlich freien Eigentümern ihres Besitzes. Die Verwaltung übernimmt eine neu geschaffene Ortsgemeinde. Aus den Dorf- und Marktrichtern werden Gemeindevorsteher und Bürgermeister.

Im Jahr 1888 wird die Freiwillige Feuerwehr Anger gegründet; 1897 der "Angerer Musikverein". Beide Verbände bestehen bis dato.

Gegen Ende des 19. Jhdts erlangt Anger Bekanntheit als Sommerfrischeort, der von vielen Gästen, insbesondere aus Ungarn, besucht wird. Zu den prominentesten Urlaubsgästen zählt der ungarische Musiker und Komponist Béla Bartók, der 1921 in Anger weilte.

1911 wird die Feistritztalbahn in Betrieb genommen und die Region damit verkehrsmässig erschlossen.

Tourismus & Freizeit

Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche Anger
  • Vierzehnnothelferkirche
  • Burgruine Waxenegg
  • Freihaus Anger (Steinpeißhaus)

Freizeitangebote

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Durch Anger verläuft die Bundesstraße B72 von Graz nach Krieglach und die Feistritztalbahn von Weiz nach Birkfeld.

Bildung

  • Hauptschule Anger
  • Volksschule Anger
  • Musikschule Birkfeld - Aussenstelle Anger
  • Kindergarten Anger

Ansässige Unternehmen

Diverse Klein- & Mittelbetriebe bzw. diverse Nahversorger und Banken. Größere Betriebe haben sich um Anger in den Nachbargemeinden angesiedelt.


Weblinks

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Anger_%28Steiermark%29, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.


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