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Anatomie 2

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Filmdaten
Deutscher Titel: Anatomie 2
Originaltitel: Anatomie 2
Produktionsland: Deutschland
Erscheinungsjahr: 2003
Länge (PAL-DVD): 101 Minuten
Originalsprache: Deutsch
Altersfreigabe: FSK 16
Stab
Regie: Stefan Ruzowitzky
Drehbuch: Stefan Ruzowitzky
Produktion: Jakob Claussen
Musik: Marius Ruhland
Kamera: Andreas Berger
Schnitt: Hans Funck
Besetzung

Anatomie 2 ist die Fortsetzung des Medizin-Thrillers Anatomie aus dem Jahr 2003. Auch in der Fortsetzung steht die Geheimloge der Antihippokraten im Mittelpunkt, die im ersten Teil von der Protagonistin Paula Henning aufgedeckt wurde. Der Schauplatz verlagert sich von Heidelberg nach Berlin.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Der Film beginnt mit einer schockierenden Szene. Benny, ein Mitglied der Antihippokraten, massakriert sich vor den Augen des zwielichtigen Professors Müller-LaRousse selbst.

Dann beginnt die eigentliche Geschichte. Der Hauptdarsteller ist der junge Neurochirurg Jo aus Duisburg, der sein Praktikum an einer großen Klinik in Berlin absolvieren will. Er hofft, in der Forschungsgruppe von Müller-LaRousse unterzukommen, da sein jüngerer Bruder wegen einer Muskeldystrophie, an der schon sein Vater starb, im Rollstuhl sitzt und die Forschungen des Professors sich damit beschäftigen.

Zu Beginn gelingt Jo es allerdings nicht so recht, Anschluss zu finden - bis er eines Nachts illegal einen Operationssaal benützt. Er wurde von der philippinischen Krankenschwester Lee gebeten, einem kleinen Mädchen das Leben zu retten. Der Professor ertappt Jo auf frischer Tat und zitiert ihn zu sich. Er will ihn jedoch nicht entlassen, sondern hält ihm einen Vortrag darüber, dass Regeln für Schwache seien und engagierten Forschern das Leben nur unnötig schwer machen würden. Erfreut über Jos Einsatz bietet er ihm einen Platz in seinem Forschungsteam an.

Die geheime Vereinigung mit jungen Ärzten arbeitet im OP 17 an einem spektakulären Projekt - synthetische Muskeln. Schon bald ist Jo in die Entwicklungen des Professors eingeweiht. Die synthetischen Muskeln bieten nicht nur die Chance, Patienten wie seinem Bruder das Gehen zu ermöglichen, sondern sie können die Leistungen sogar auf übermenschliches Niveau heben. Wie auch seine Kommilitonen Viktoria, Sven, Gregor und Hagen zuvor, lässt sich Jo die künstlichen Muskeln einsetzen, um die Implantate durch Selbstversuche zu testen und das Projekt voranzutreiben.

Obwohl Sven, der den Wahnsinn des Professors durchschaut, ihn warnt, tritt Jo den Antihippokraten bei. Am Tag darauf ist Sven tot. Da das nicht der erste Zwischenfall im Umkreis des Professors ist und Sven Kontakt zum BKA aufgenommen hatte, ermittelt Paula Henning am Krankenhaus. Die ehemalige Medizinstudentin, die damals auf die Spur der Geheimloge gekommen war, arbeitet mittlerweile bei der Polizei. Sie ahnt, dass Jo - gezeichnet durch ein Pflaster, das die Narbe seiner jüngst vorgenommenen antihippokratischen Vereidigung verdeckt- etwas mit der Loge zu tun hat und bietet ihm an, als Kronzeuge auszusagen. Jo schlägt dieses Angebot aber aus blindem Vertrauen zum Professor aus.

Jo will ehrliche Arbeit leisten, um Menschen zu helfen. Aber die anderen Mediziner in der Gruppe nehmen es mit den ethischen Bestimmungen nicht so genau. Viktoria experimentiert gerade mit einer speziellen Mixtur von Hormonen, mit denen sie die sexuelle Leistungsfähigkeit steigern will. Im Anatomie-Saal entschließt sie sich, das neue Mittel mit Jo zu testen.

Aber nicht nur Viktoria erkennt, dass Jo einen vorzüglichen Körper besitzt. Deshalb wird der junge Arzt als Versuchsobjekt für „Phase 2“ auserkoren. Dabei sollen alle natürlichen Muskeln durch künstliche ersetzt werden. In diesem Moment erkennt Jo die akute Gefahr, die von der Gruppe ausgeht und versucht zu fliehen. Denn der ebenso ehrgeizige wie gnadenlose Prof. Müller-LaRousse und „seine Jünger“ gehen über Leichen. Ein Kommilitone spricht einmal davon, dass er „eine neue Herrenrasse“ erschaffen will. Hier kann man eine sinnbildliche Parallele zu den illegalen Versuchen der KZ-Ärzte wie bspw. Josef Mengele sehen, die den Arier als perfekten Menschen anstrebten.

Hintergrund

Die Erschaffung von künstlichen Muskeln ist keine Zukunftsvision. So arbeiten v. a. Wissenschaftler des MIT an der Entwicklung sogenannter Aktuatoren, die aus speziellen Polymeren (Molekülen) bestehen.

Kritik

„Wirkungsvoll inszenierter Thriller mit einigen übertriebenen drastischen Effekten, der seine hanebüchene und lachhafte Handlung hinter einer handwerklich versierten Spannungsdramaturgie versteckt.“

– Lexikon des Internationalen Films

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Anatomie_2, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.


Auszeichnungen

  • Bayerischer Filmpreis 2003 für Barnaby Metschurat
  • Nominierung für den Saturn Award der Academy of Science Fiction, Fantasy & Horror Films 2004

Literatur

  • Ronja Willmes: Anatomie 2. 1. Auflage. Egmont Vgs, Köln 2003
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, ISBN 3-8025-3248-1.

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