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Anakonda-Plan
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Der Anakonda-Plan ist ein 1861 von Unionsgeneral Winfield Scott vorgeschlagener Angriffsplan, der dazu dienen sollte, den Sezessionskrieg in Amerika mit minimalen Verlust für den Norden zu gewinnen. Der Plan bestand darin, die See zu blockieren und den Mississippi River einzunehmen, um die Konföderationsstaaten zu trennen.
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Hintergrund
Generalmajor George B. McClellan schlug US-Präsident Abraham Lincoln eine allumfassende Strategie für den Sezessionskrieg vor, eine, die den Teil, den seine Armee beitragen könnte, betonte.
Plan
Scott ging noch weiter und warnte vor dem Einmarsch in Richmond (Virginia), der Hauptstadt der Konföderationsstaaten. Scotts Plan bestand aus zwei gleichzeitig durchzuführenden Teilen:
- Blockierung der Südküste, um die Konföderationsstaaten am Export von Baumwolle, Tabak, und anderem sowien dem Import von Kriegsmitteln zu hindern.
- Aufteilung des Südens durch die Kontrolle des Mississippi Rivers. Der Fluss, von Norden nach Süden verlaufend, bildete die geographische Mitte der Konföderationsstaaten. Durch die Einnahme sollte der Westen vom Osten getrennt werden.
Durchführung
Sein Vorschlag empfing wahrnehmbare, öffentliche Kritik zu dieser Zeit. Eine berühmte Zeitungskarikatur stelllte eine große, die Konföderationsstaaten einquetschende, Schlange dar, woher der Plan seinen populären Titel bekam. Die Regierung der Vereinigten Staaten übernahm den Plan formell nie, aber Lincoln setzte die zwei Komponenten in der Tat um. Jedoch ignorierte er Scotts Warnung vor der direkten Invasion von Richmond und versuchte Richmond mit weit mehr Truppen (fast zwei Millionen) wiederholt einzunehmen. Lincoln forderte eine Blockierung des Südens am 19. April 1861, sechs Tage nach dem Fall Fort Sumters (und ein paar Wochen vor Scotts Brief). Die Blockade selber, die wegen der 4800 km (3000 Meilen) unregelmäßiger Küste als eine unmögliche Aufgabe betrachtet wurde, zeigte sich in den ersten sechs Monaten als ein einmaliger Erfolg und erwies sich als nahezu unüberwindbar in den ersten zwei Jahren. Die Blockade verursachte einen enormen Anstieg des Baumwollpreises im Ausland und eine Knappheit an produzierter Ware im Süden zum Ende des Krieges hin, welches auch zum Sieg über den Süden beitrug. Es war die bis heute erfolgreichste Seeblockade und die erste, die ausschließlich von einer nationalen Flotte, ohne die Beschäftigung von Freibeutern, durchgeführt wurde. Als Teil der Blockade wurden von der U.S. Navy zahlreiche südliche Häfen und an der Küste gelegene Festungen eingenommen und gehalten.
Der zweite Teil des Plans wurde von Einheiten der Union unter Henry W. Halleck, Ulysses S. Grant und Nathaniel P. Banks, und U.S. Navy Flotten unter Andrew H. Foote, David D. Porter und David Farragut vollendet. 1862 wurde der Mississippi River allmählich durch die Einsatzkräfte erobert. Im Juli des Jahres 1863 wurde die Aufgabe dann mit dem Fall von Vicksburg und Port Hudson vollendet.
Siehe auch
- Portal:Sezessionskrieg
- Schlachten des Amerikanischen Bürgerkriegs, Liste der Kriege
- Flaggen der Sezessionsstaaten
- Kriegsflaggen der Konföderierten Staaten von Amerika
- Unionsarmee
- Konföderierte Armee
- Liste der Generale der Konföderierten im Sezessionskrieg
- Liste der Generale der Union im Sezessionskrieg
Weblinks
- Scotts Brief an McClellan (englisch)
Literatur
- Elliott, Charles Winslow, Winfield Scott: The Soldier and the Man, Macmillan, 1937.
- McPherson, James M., Battle Cry of Freedom: The Civil War Era (Oxford History of the United States), Oxford University Press, 1988, ISBN 0-19-503863-0.
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