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Amorce

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Unter Amorce versteht man Hilfs-Filmaterial, das zu verschiedenen Zwecken bei fotografischen Filmen verwendet wird:

  • Trägermaterial zum Einziehen von Film in Entwicklungsmaschinen;
  • perforiertes Trägermaterial für Trickarbeiten;
  • Blankfilm: fixiertes Rohmaterial, also mit fotografischer Schicht;
  • Schwarzfilm: belichtetes und entwickeltes Filmmaterial, zu Zwecken der Montage;
  • Blauband: besonderes perforiertes Trägermaterial für die Montage von Filmton auf Magnetfilm;
  • gefärbter Blankfilm als kennzeichnender Schutzfilm bei Kopien;
  • in der Masse gefärbtes Trägermaterial als kennzeichnender Schutzfilm, der sogenannte Vorspann.

Das Wort Amorce ist französisch und bedeutet so viel wie Füllsel, Ergänzung. Oft hört man auch Leerfilm, Blankfilm und Zugfilm.

Von Anfang an hat man erkannt, dass der Bildteil selbst des kürzesten Films an beiden Enden eine Verlängerung benötigt, damit man ihn ohne Beschädigungen mehrmals in Geräte einspannen kann. Schon beim Laden einer Filmkamera braucht man Materialzugabe, die dem Licht ausgesetzt wird, bevor man im verschlossenen Apparat Bilderreihen belichtet. In den 1920er Jahren war es üblich, kleine Filmportionen von 100 Fuß (30 Meter) mit zweifarbiger Papierallonge (-verlängerung) anzubieten. Das ist verbürgt für Normalfilm und Schmalfilm 16. Noch heute ist Mikrofilm im Handel mit einem Papierstreifen um den Wickel, innen rot und außen schwarz gefärbt. Das Ankleben solcher Papieramorce wurde aber teurer als die Abgabe von mehr Rohfilm, weshalb sie nicht mehr bekannt ist.

Im rauen Alltagsbetrieb des Kinos hat sich Polyester-Amorce bewährt, weil sie reißfest ist.

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