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Ammoniumchlorid

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Strukturformel
Bild:Ion p1ammonium.png Bild:Ion n1chlorid.png
Allgemeines
Name Ammoniumchlorid
Andere Namen Ammoniummuriat, Ammoniaksalz, Lötstein
Summenformel NH4Cl
CAS-Nummer 12125-02-9
Kurzbeschreibung weiße Kristalle
Eigenschaften
Molmasse 53,49 g·mol-1
Aggregatzustand fest
Dichte 1,53 g·cm-3
Schmelzpunkt 335 °C
Siedepunkt zerfällt
Dampfdruck 1,3 hPa (? °C)
Löslichkeit gut in Wasser (370 g/L bei 20°C)
Sicherheitshinweise
Gefahrensymbole
Bild:Hazard X.svg
Xn
Gesundheits-
schädlich
R- und S-Sätze

R: 22-36
S: 2-22

MAK ?
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Ammoniumchlorid, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Ammoniumchlorid (NH4Cl) ist ein weißes, gut wasserlösliches Salz, welches kubische Kristalle bildet und eine Molmasse von 53,49 g/mol sowie eine Dichte von 1,53 g·cm-3 besitzt.

Mit zunehmender Temperatur dissoziert Ammoniumchlorid zu Ammoniak und Chlorwasserstoff und ist demzufolge flüchtig, bis schließlich bei 340 °C eine rasche Sublimation erfolgt. Ammoniumchlorid schmilzt bei 520 °C unter Einwirkung von Druck. Bei diesen Reaktionen ist die Anwesenheit von katalytischen Mengen Wasser erforderlich. Als Lebensmittelzusatz trägt es die Nummer E 510.

Vorkommen

Ammoniumchlorid fällt als Nebenprodukt bei der Gewinnung von Soda nach dem Solvay-Verfahren an.

Natürlich vorkommendes Ammoniumchlorid ist als Mineral Salmiak bekannt und verbreitet. Der Name "Salmiak" leitet sich von lat. "sal ammoniacum" (Salz des Ammon, siehe auch Namensherkunft von Ammoniak) ab, da es im Altertum in der Nähe eines Ammon-Tempels im heutigen Ägypten vorkam und mit Halit (Steinsalz) verwechselt wurde.

Synthese

Die Herstellung von Ammoniumchlorid erfolgt durch Neutralisation von wässriger Ammoniaklösung mit Salzsäure und anschließender Umkristallisation aus Wasser.

\mathrm{NH_3 (aq) + HCl (aq) \rightarrow NH_4Cl (s)}

Verwendung

Verwendung findet Ammoniumchlorid heute unter anderem zur Herstellung von Kältemischungen, in der Färberei und Gerberei. Ebenfalls findet es Anwendung beim Verzinnen, Verzinken oder Löten, da es die Fähigkeit besitzt, mit Metalloxiden flüchtige Chloride zu bilden und somit die Metalloberfläche zu reinigen. Des Weiteren dient es in der Medizin als Expektorans und wird als Elektrolyt in Trockenbatterien eingesetzt; außerdem in Salmiak-Lakritz. Es ist auch häufig in Rauchpulver (weiß) vorhanden.

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Ammoniumchlorid
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