Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Aminfluoride
Aus Kefk.
Als Aminfluoride werden die Hydrofluoride von tertiären Aminen bezeichnet.
Aminfluoride für die Zahnmedizin sind häufig tensidartig (kationische Tenside) aufgebaut. Sie verfügen über eine lange (hydrophobe) Alkylgruppe und ein polares (hydrophiles) protoniertes tertiäres Amin mit einem Fluorid als Anion.
Inhaltsverzeichnis |
Anwendung
Aminfluoride werden vor allem in der Zahnmedizin als Kariesschutzmittel in Zahnpasten eingesetzt. Ihre überlegene Wirkung gegenüber anorganischen Fluoriden beruht auf ihrem seifenartigen Aufbau. Sie reichern sich gezielt an Zahnoberflächen an und bilden dort monomolekulare Schichten.
Zusätzlich hemmen Aminfluoride wichtige bakterielle Enzyme zur Energiegewinnung. Da sie im Vergleich mit anorganischen Fluoriden die Zellmembran sehr leicht durchdringen, erreichen sie auch dort deutlich schneller wirksame Konzentrationen.
Beispiele
- Ethanolamin-Hydrofluorid
- Olaflur (ein Dihydrofluorid)
- Oleaflur
- Dectaflur
Geschichte
Entgegen einer weit verbreiteten Ansicht kam die erste patentierte Zahncreme mit Aminfluorid unter dem Handelsname Biox Fluor®
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Aminfluoride, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
in den Handel, damals von der Knoll AG, Ludwigshafen, vermarktet. Sie enthielt als aktiven Wirkstoff Ethanolamin-Hydrofluorid, dessen Herstellung von Prof. Kurt Kraft (für die Knoll AG) patentiert worden war (1950). Professor Oskar Eichler, von der Universität Heidelberg, war zusammen mit Kraft Mitinhaber des entsprechenden Zahnpasta-Patents (1951).[1][2]
Quellen
- ↑ Deutsches Patentamt: Patentschrift DE971375. Patentiert in Deutschland vom 26. August 1951.
- ↑ Deutsche Zahnärztliche Zeitschrift. Bd. 7, S. 702 & 708 (1952)
Literatur
- Hans-Jürgen Gülzow und Claas Sudbrake: Ein moderner Wirkstoff: 40 Jahre Kariesschutz mit Aminfluorid. Zahnärztliche Mitteilungen. 15/2003, S. 32.
- Embleton, J.V. et al. (1998): Influence of growth mode and sucrose on susceptibility of Streptococcus sanguis to amine fluorides and amine fluoride-inorganic fluoride combinations. In: Appl. Environ. Microbiol. Bd. 64, S. 3503-3506. PMID 9726905
Weblinks
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Aminfluoride, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
