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Amantadin

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Bezeichnungen
Freiname Amantadine
IUPAC-Name Adamantan-1-amin
Summenformel C10H17N
CAS-Nummer 768-94-5
Strukturformel
Bild:Amantadine.svg
Chemisch-physikalische Daten
Molmasse 151.249 g/mol
Schmelzpunkt 180 °C
Siedepunkt


Wikipedia
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Amantadin ist ein Derivat des Adamantan.

Verwendung

Amantadin ist ein Arzneistoff, der zur Behandlung der vom Influenza A Virus ausgelösten Virusgrippe geeignet ist. Amantadin kann in therapeutischer Dosis die Fieberdauer einer Grippeerkrankung des Virus-Typ-A um etwa einen Tag verkürzen. Auf Grund häufig auftretender Nebenwirkungen, wie z. B. Durchfall, Depression, epileptische Anfälle und peripherer Ödeme wird dieses Medikament nur noch selten angewendet.

Amantadin wird auch in der Parkinson-Therapie eingesetzt. Es wirkt als Glutamat-Antagonist und steigert, sozusagen über den Umweg des Ungleichgewichts der Neurotransmitter, die Dopamin-Konzentration. Dies stellt sich laut Befürwortern des Mittels als bewegungs- und antriebsfördernd dar und ist nach ihrer Ansicht eine gute Ergänzung zu anderen Pharmaka in der Behandlung.[1] Vertreter der evidenzbasierten Medizin halten dagegen eine über Placebo hinausgehende, positive Wirkung für unzureichend belegt.[2][3] Meist wird Amantadin in fortgeschrittenen Stadien des Morbus Parkinson eingesetzt. Es sind mittlerweile zahlreiche (generische) Präparate auf dem Markt.

Das Medikament unterliegt der ärztlichen Verschreibungspflicht.

Quellen

  1. Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Extrapyramidal-motrische Erkrankungen. Parkinson-Syndrome. In: Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie. 3. überarbeitete Auflage. Stuttgart: Georg Thieme Verlag 2005. ISBN 3-13-132413-9. [1]
  2. Crosby N, Deane KH, Clarke CE: Amantadine in Parkinson's disease. Cochrane Database Syst Rev. 2003;(1):CD003468. PMID 12535476
  3. Crosby NJ, Deane KH, Clarke CE: Amantadine for dyskinesia in Parkinson's disease. Cochrane Database Syst Rev. 2003;(2):CD003467. PMID 12804468
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