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Alwin Mittasch

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Paul Alwin Mittasch (* 27. Dezember 1869 in Löbau/Lausitz/Sachsen; † 4. Juni 1953 in Heidelberg) war Chemiker, der vor allem durch seine bahnbrechenden und systematischen Forschungen bei der BASF zur Ammoniak-Synthese nach dem Haber-Bosch-Verfahren berühmt wurde.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Alwin Mittasch wurde als Sohn eines Lehrers in der Lausitz (Sachsen) geboren. Er schlug zunächst auch die Lehrerlaufbahn ein und begann ab 1892 nebenberuflich an der Universität Leipzig mit dem Studium der Geschichte, Philosophie, Psychologie und Naturwissenschaften. Im Jahre 1901 gelang ihm die Promotion im Fach Chemie als Doktorand bei Max Bodenstein und Wilhelm Ostwald.

Wirken

Nach einer Tätigkeit in der Bergbauindustrie begann Mittasch im Jahr 1904 bei der BASF, wo er Assistent von Carl Bosch wurde. Im Jahr 1909 begann Mittasch mit der systematischen Suche nach einem Katalysator zur Ammoniak-Herstellung auf Basis von Eisenoxid, in deren Folge ca. 20.000 Versuche zur Optimierung durchgeführt wurden. Der gefundene Katalysator (Eisen(II/III)-Oxid Fe3O4, K2O, CaO, Al2O3 und SiO2 ) ermöglichte die großtechnische Ammoniak-Synthese und ist bis heute nahezu unverändert in Gebrauch. Mittasch stieg bis zum Forschungsleiter der BASF auf und erhielt zahlreiche Ehrungen für seine Arbeiten, u. a. die Ehrendoktorwürde der Universitäten TH München und LwH Berlin, sowie die Ernennung zum Professor durch die Regierung Baden-Württemberg. Alwin Mittasch starb am 4. Juni 1953 in Heidelberg.

Zu Ehren des Werks von Alwin Mittasch vergibt die Dechema regelmäßig die "Alwin Mittasch-Medaille" für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Katalyseforschung.

Werke

Geschichte der Ammoniaksynthese, Verlag Chemie, Weinheim, 1951, 196 Seiten

Weblinks

Wikipedia
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