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Alte Issel
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Die Issel ist ein ungefähr 80 km langer Fluss, der in Nordrhein-Westfalen entspringt und in Doesburg in der niederländischen Provinz Gelderland als Oude IJssel in die (Gelderse) IJssel mündet.
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Flusslauf
Die Issel entspringt südlich von Borken. Dort liegt ihre Quelle 57,5 m ü. NN im nördlichen, dünn besiedelten Gemeindegebiet von Raesfeld, Kreis Borken.
Zunächst fließt sie durch Wiesen und Felder in südwestlicher Richtung durch den Naturpark Hohe Mark nach Wesel, um am nordöstlichen Stadtrand an der Bärenschleuse fast rechtwinklig nach Nordwesten abzuknicken. Über Hamminkeln, Isselburg und Anholt erreicht sie die niederländische Grenze bei Gendringen und heißt fortan Oude IJssel. Unter diesem Namen fließt sie an Terborg vorbei, durch Doetinchem und mündet bei Doesburg in die (Gelderse) IJssel.
Der Fluss wird im Verlauf von seiner Sumpfquelle an bis zur sog. Möllmannsbrücke als Westfälische Issel bezeichnet. Von dort an bis zur Bärenschleuse im Weseler Ortsteil Lackhausen heißt sie Obere Issel. Die Mittlere Issel reicht von dort bis zur Einmündung der Kleinen Issel Mittlere Issel. Der verbleibende Flusslauf von dort bis zur niederländischen Grenze wird als Untere Issel bezeichnet. Die genannten Abschnitte mit den jeweils angrenzenden Überflutungsgebiten bilden das Gebiet entsprechender Wasser- und Bodenverbände, in deren Zuständigkeit der Hochwasserschutz liegt.
Einzugsgebiet und Länge
Bis zur deutsch-niederländischen Grenze umfasst das Einzugsgebiet der Issel 2.183 km², ihre Länge beträgt bis dorthin knapp 55 km. Die sich auf niederländischem Gebiet anschließende Oude IJssel ist etwa 25 km lang. Somit hat die Issel also eine Gesamtlänge von 80 km.
Zufluss
Der bedeutendste Nebenfluss der Issel ist die Bocholter Aa, die ihr in den Niederlanden zufließt.
Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten
Entlag des Flusslaufes finden sich verschiedene Sehenswürdigkeiten:
- Schloss Raesfeld mit sehenswerten Gartenanlagen. Das Schloss beherbergt die Akademie des Handwerks als Weiterbildungseinrichtung zum Denkmalschutz. Auf dem Schlossgelände besteht ein Informations- und Besucherzentrum.
- Im zu Raesfeld gehörenden Dorf Erle steht das Naturdenkmal Femeiche, deren Alter auf bis über 1.500 Jahre geschätzt wird.
- Klosterkirche in Hamminkeln-Marienthal. Das Kloster ist eine Gründung von 1258, die Klosterkirche wurde ab 1345 errichtet. Seit 1986 leben hier auch wieder Brüder vom Karmeliterorden.
- Haus Esselt mit Otto-Pankok-Museum in Hünxe-Drevenack
- Bärenschleuse in Wesel-Lackhausen. Von hier aus wurden ab dem frühen 17. Jahrhundert über einen Graben die Festungsgräben der Stadt Wesel geflutet.
- Gut Bossigt im Weseler Ortsteil Lackhausen, Geburtshaus von Konrad Duden. Das Haus dient als Tagungshotel.
- Schloss Ringenberg bei Hamminkeln. Nach seiner Renovierung ab 1989 dient das Schloss als Standesamt und beherbergt das Atelierzentrum der Derick-Baegert-Gesellschaft.
- Schloss Anholt in Isselburg. Die imposante Burg der Fürsten Salm-Salm beherbergt ein Museum mit Porzellansammlung, Wandteppichen, reichhaltigem Mobiliar und Gemälden. Ein Besuch der weitläufigen Parkanlagen lohnt sich ebenfalls.
Literatur
- Wilhelm Busch; Heinrich Kreymann: Die Issel und ihre Fischfauna : Erkundungen an einem Fliessgewässer in Nordrhein-Westfalen. Boss, Kleve 1994, ISBN 3-89413-998-6
Siehe auch
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