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Altdorf bei Nürnberg
Aus Kefk.
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
| Bild:Wappen Altdorf bei Nuernberg.png |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Mittelfranken | |
| Landkreis: | Nürnberger Land | |
| Koordinaten: | Koordinaten: 49° 23′ N, 11° 21′ O49° 23′ N, 11° 21′ O | |
| Höhe: | 444 m ü. NN | |
| Fläche: | 46,59 km² | |
| Einwohner: | 15.283 (29. Juni 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 328 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 90518 | |
| Vorwahl: | 09187 | |
| Kfz-Kennzeichen: | LAU | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 5 74 112 | |
| Stadtgliederung: | 25 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Oberer Markt 2 90518 Altdorf b.Nürnberg | |
| Webpräsenz: | ||
| 1. Bürgermeister: | Erich Odörfer (CSU) | |
Altdorf bei Nürnberg (amtlich: Altdorf b.Nürnberg) ist eine Stadt im mittelfränkischen Landkreis Nürnberger Land.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Geografische Lage
Die ehemalige Universitätsstadt liegt 25 km südöstlich von Nürnberg, inmitten einer reizvollen Mittelgebirgslandschaft (400 - 700 m ü. M.) mit Rhätschluchten (Rhät = Oberer Keuper), wald- und wiesenreichem Oberland. Im Winter ist Altdorf sehr schneereich, im Sommer bietet die hügelige Umgebung viele Freizeitmöglichkeiten, wie Radtouren und Wanderungen. Von Hegnenberg aus kann man bei sonnigem Wetter einen Panoramablick über das mittelalterliche Städtchen genießen.
Ortsteile
Adelheim | Eismannsberg | Grünsberg | Hagenhausen | Hegnenberg | Lenzenberg | Lochmannshof | Ludersheim-Au | Ludersheim | Oberrieden | Oberwellitzleithen | Prackenfels | Prethalmühle | Pühlheim | Rasch | Raschbach | Röthenbach bei Altdorf | Schleifmühle | Stürzelhof | Unterrieden | Unterwellitzleithen | Waldspitze | Wappeltshofen | Weinhof | Ziegelhütte
Historische Daten
- 800 - Fränkischer Königshof
- 1129 - Erste urkundliche Erwähnung
- 1281 - Der Bezirk „Hofmark Altdorf“ untersteht der kaiserlichen Verwaltung
- 1299 - Altdorf wird an die Grafen Nassau verpfändet
- 1368 - Stiftung von Märkten
- 1387 - Erste urkundliche Erwähnung als „Stadt“, Bau von Graben und Mauern
- 1504 - Eroberung durch die Nürnberger, Sitz eines Nürnberger Pflegamtes
- 1575/1578 - Sitz des nürnbergischen Gymnasiums, Akademie
- 1622 - Universitätsprivileg (Universität bis 1809); einer der berühmtesten Schüler ist Albrecht von Wallenstein
- 1666 - Philosoph Leibniz promoviert in Altdorf
- 1672 - Johann Christoph Sturm gründet das Collegium Curiosum sive Experimentale, dessen Mitglied Leibniz wurde
- 1806 - Altdorf kommt mit Nürnberg zum Königreich Bayern
- 1824 - Die Stadt erhält das Königliche Schullehrerseminar
- 1925 - Im Seminargebäude werden durch den Landesverband für Innere Mission Einrichtungen für Körperbehinderte geschaffen
- 1945 - Sitz des Landratsamtes (bis 1965)
- 1945 - Ab Mai 1945, mit Besatzung der Amerikaner, Sitz der U.S. Soldatenzeitung „The Stars and Stripes“ (Southern Germany Edition, später dann umbenannt in European Edition, bis zu dem Umzug nach Griesheim/Hessen) in den ehemaligen Gebäuden der NS-Zeitung „Der Stürmer“. Die erste Ausgabe (Vol.1-No.1) wurde am 08. Mai 1945 (zufälligerweise auch V-E-Day) mit dem Titel „ETO WAR ENDS“ gedruckt und ausgeliefert
- 1972/1978 - Gebietsreform mit Eingemeindung umliegender Gemeinden
Politik
Die Interessen Altdorfs im bayrischen Landtag vertritt MdL Kurt Eckstein, im Bundestag übernimmt dies die Vorsitzende des Tourismusausschusses des Bundestages MdB Marlene Mortler.
Stadtrat
Der Stadtrat von Altdorf b. Nürnberg setzt sich aus 24 Stadtratsmitgliedern und dem 1. Bürgermeister zusammen.
| CSU | SPD | Grüne | FWG | UNA | Gesamt | |
| 2002 | 10 | 7 | 2 | 3 | 2 | 24 Sitze |
(Stand: Kommunalwahl am 3. März 2002)
Städtepartnerschaften
- Altdorf im Kanton Uri in der Schweiz
- Colbitz in Sachsen-Anhalt
- Dunaharaszti in Ungarn
- Sehma in Sachsen
Kultur und Sehenswürdigkeiten
St.-Laurentius-Kirche
Der Chor der Kirche, wie auch Teile des Turms, sind im Stil der Spätgotik erbaut. 1755 wurde das Hauptschiff im barocken Stil umgebaut bzw. erweitert. Erwähnenswert sind die Barock-Orgel im Kircheninneren und die aus der Zeit als Universitätsstadt stammenden Gebetsnischen für Professoren und Studenten. Heute ist die Kirche evangelisch.
Rathaus
Das Rathaus direkt neben der Kirche wurde im 16. Jahrhundert im Renaissance-Stil erbaut und ist ein typisches Beispiel für fränkische Sandsteinbauweise. Es dient bis heute der Verwaltung der Stadt.
Wichernhaus
Das Wichernhaus wurde im Jahre 1575 als Schule für Kinder Nürnberger Aristokratenfamilien im Renaissance-Stil erbaut. Einige Jahre später wurde die Schule zur Akademie erhoben. 1623 schließlich wurde die Akademie Altdorf in eine Universität umgewandelt. Bekannt wurde die Universität durch ihre Fakultäten für Medizin, Recht und Naturwissenschaften. So gab es neben botanischen Gärten auch ein astronomisches Observatorium und ein chemisches Labor. Die Universität Altdorf bestand bis 1809. Die Bestände der Universitätsbibliothek befinden sich heute in Erlangen. Übergangsweise diente das Wichernhaus als Lehrerkollegium und wurde schließlich 1925 in ein Behindertenhospital umgewandelt. Bekannt wurde die Universität Altdorf durch Studenten wie Albrecht von Wallenstein und Gottfried Wilhelm Leibniz. Heute bietet das Wichernhaus Wohnmöglichkeiten, eine Schule und ein Internat für Körperbehinderte [1].
Stadtbefestigung
Von der ehemaligen Stadtbefestigung sind noch drei Türme bzw. Fragmente der um 1400 errichteten Stadtmauer erhalten geblieben. Besonders eindrucksvoll sind hierbei die an den beiden Enden des Marktplatzes platzierten Stadttore (Unteres und Oberes Tor).
Schloss
Das Schloss ist heute eine Polizeiwache, davor steht der Wallensteinbrunnen.
Prethalmühle
Die Prethalmühle war im Mittelalter eine Postkutschenstation an der Route Nürnberg-Altdorf-Schwabach-Ansbach. Im 30jährigen Krieg niedergebrannt, wurde die Station 1643 wieder aufgebaut. Heute leben in der Prethalmühle insgesamt 5 Familien.
Schloss Grünsberg
Das Schloss Grünsberg geht auf eine Burganlage aus dem Mittelalter (12. Jahrhundert) zurück. Die Erweiterung der Burg zu einer Schlossanlage erfolgte im Zeitraum von 1717 bis 1723 mit bedeutenden Stuckdecken. Seit 1754 gehört Schloss Grünsberg der Patrizierfamilie Stromer.
Eismannsberg
Die St. Andreas-/St. Bartholomäus-Kirche stammt im Ostteil aus romanischer Zeit und steht an einem Ort, an dem früher eine Kapelle errichtet war (möglicherweise vom ehemaligen Eismannsberger Schlossherren Ratz). Das heutige Kirchenschiff wurde im 16. Jahrhundert unter Mithilfe von Hedwig von Eyb angefügt und in der Barockzeit von der Patrizierfamilie von Oelhafen renoviert. Den Dachstuhl erneuerte man im 19. Jahrhundert, später wurde der Innenraum der Kirche für den Orgeleinbau verändert. 2006 soll die Kirche generalsaniert werden. Geografische Lage: 49° 24' 14" N, 11° 26' 10" O
Weitere Bilder
Die katholische Kirche „Heiligste Dreifaltigkeit“ |
Ein „Baumtor“ und das Obere Tor |
Das neue Rathaus. Sowohl dieses als auch das historische Rathaus werden benutzt. |
Das Leibniz-Gymnasium |
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Die Hauptschule |
Innenansicht der Laurentiuskirche von Johann Georg Puschner, ca. 1710 |
Schulen und Bildungseinrichtungen
- Hans-Dötsch-Grundschule
- Hauptschule Altdorf
- Leibniz-Gymnasium
- Musikschule der Stadt Altdorf
- Schule für Körperbehinderte, Grund- und Hauptschule (Wichernhaus)
- Sonderpädagogisches Förderzentrum Wichernhaus
- Fachakademie für Sozialpädagogik
- Evangelische Erwachsenenbildung Altdorf
- Evangelisches Forum Nürnberger Land e.V.
- Katholische Erwachsenenbildung
- Nürnberger Schule für Baumpflege
- Technische Akademie Wuppertal Weiterbildungszentrum
- Volkshochschule Schwarzachtal
Verkehr
Verschiedene Staatsstraßen [St 2239, 2240, 2401] und Kreisstraßen [LAU 23] verlaufen durch das Stadtgebiet. Eine S-Bahn-Strecke nach Nürnberg Hbf (28 Minuten Fahrtzeit) ist vorhanden.
Autobahnanschlüsse
- Bundesautobahn 3: 1 km zur Anschlussstelle Altdorf/Burgthann
- Bundesautobahn 6: 2 km zur Anschlussstelle Altdorf/Leinburg (Richtung Nürnberg, Amberg)
Industrie und Gewerbe
- E-T-A Elektrotechnische Apparate GmbH: produzieren thermische, thermisch-magnetische, magnetische und elektronische Schutzschalter, elektronische Strömungswächter und Durchflussmesser, Schutzschaltrelais, digitale Messgeräte, Sensoren und Stromverteilungssysteme.
- Reicolor produziert Farben und Lacke, chemisch-technische Zubereitungen, Reiniger, Passivierungsmittel, Phosphatierungsmittel, Holzlasuren, Ölpasten, wasserbasierende Anstriche und Beschichtungssysteme für feuerverzinkte Stahlteile.
- SUSPA: Hersteller von Gasfedern, Hydraulikdämpfern, Schwingungsdämpfern, Crash- und Sicherheitssystemen und Höhenverstellungen.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
- Ferdinand Jakob Baier, Mediziner
- Johann Fabricius, Theologe
- Walther Haffner, Kirchenmusiker
- Nikolaus Herman, Kantor, Lehrer und Schöpfer von Kirchenliedern
- Konrad Mannert, Professor und Historiker
- Klaus Wolfermann, Leichtathlet (Speerwerfer)
- Stephan Farfler, Erfinder
- Leonhard Christoph Sturm, Wissenschaftler
- Thomas Tuschl, Biochemiker
Freizeit und Sport
- 1. FC Altdorf e.V.
- FV Röthenbach b.A. - Fußballverein im Altdorfer Vorort Röthenbach
- SC Eismannsberg - Fußballverein im Altdorfer Vorort Eismannsberg
- Segelfluggelände "Altdorf-Hagenhausen" des Post-SV Nürnberg (zugelassen für Segelflugzeuge, Motorsegler und Ultraleichtflugzeuge)
- TV 1881 Altdorf e.V. - Sportarten von Aerobic bis Walking
- Freiwillige Feuerwehr Altdorf e.V
Literatur
- Georg Andreas Will; mit Nachträgen von Christian Conrad Nopitsch: Geschichte und Beschreibung der nürnbergischen Universität Altdorf, 1801, Reprint: Aalen: Scientia Verlag, 1975
- Gesellschaft für Familienforschung in Franken (Hrsg.): Reichsstadt Nürnberg, Altdorf und Hersbruck - Genealogica, Heraldica, Juridica. Nürnberg: Verlag Die Egge in Komm., 1954, 253 S.; IDN: 453615252 (Freie Schriftenfolge der Gesellschaft für Familienforschung in Franken; Bd. 6)
- Konrad Lengenfelder: Altdorf bei Nürnberg in alten Ansichten, 5. Aufl., Neuaufl. der ursprünglichen Ausg. von 1977. - Zaltbommel/Niederlande : Europ. Bibliothek, 1995. - [78] S. ; ISBN 90-288-1515-5
- Hans Recknagel: Geschichten und Geschichte. Historische Skizzen von Altdorf und Nürnberg. Feucht: Hessel-Verlag, 2003, ISBN 3-9807345-2-8
Weblinks
Quellen
Alfeld | Altdorf b.Nürnberg | Burgthann | Engelthal | Feucht | Happurg | Hartenstein | Henfenfeld | Hersbruck | Kirchensittenbach | Lauf a.d.Pegnitz | Leinburg | Neuhaus a.d.Pegnitz | Neunkirchen a.Sand | Offenhausen | Ottensoos | Pommelsbrunn | Reichenschwand | Röthenbach a.d.Pegnitz | Rückersdorf | Schnaittach | Schwaig b.Nürnberg | Schwarzenbruck | Simmelsdorf | Velden | Vorra | Winkelhaid
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