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Alltagsjournalismus

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Der Alltagsjournalismus ist eine in der Kommunikationswissenschaft bisher kaum beachtete Ausprägung des Journalismus, die sich auf das Gespräch mit Alltagsmenschen über alltägliche Ereignisse konzentriert. Der Alltagsjournalismus hat bisher in keinem kommunikationswissenschaftlichen Basiswerk Eingang gefunden, obwohl das Interesse am Alltag und am Persönlichen in den letzten beiden Jahrzehnten in den Medien sprunghaft angestiegen ist (siehe auch Reality TV).

In der Praxis wird z.B. in der Schweiz ein Preis für "Alltagsjournalismus" verliehen, ansonsten wurde diese Bezeichnung nur in einer wissenschaftlichen Publikation mit dem Titel "Ein Herz für O-Töne" aus dem Jahr 1990 verwendet.

Als Vertreter und Pionier des Alltagsjournalismus in Amerika kann Studs Terkel gelten, der diese Art des Journalismus wesentlich prägte. Im deutschen Sprachraum sind die Radio-Sendung "Hallo Ü-Wagen" von Carmen Thomas und die Fernsehsendung "Gernstl unterwegs" von Franz Xaver Gernstl bekannte Beispiele für Alltagsjournalismus.

An der Universität Salzburg (Österreich) wurde Ende 2006 eine Abschlussarbeit zum "Alltagsjornalismus" und seinem Pionier, Studs Terkel, veröffentlicht. Diese ist über den lokalen Bibliothekskatalog ALEPH abrufbar.

Literaturhinweise

Ein Herz für O-Töne. Der Alltagsjournalismus, Ute Bernhardt-Pätzold Druckerei & Verlag, Stadthagen 1990. ISBN-13: 978-3891090275 > beinhaltet 2 Beiträge von Prof.Dr. Elisabeth Klaus über Studs Terkel

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