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Allgäubahn (Württemberg)

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Württembergische Allgäubahn
Aulendorf–Hergatz (KBS 753)
Bild:BSicon STR.svg Zollernalbbahn von Tübingen
Bild:BSicon ABZlg.svg 27,4 Südbahn von Friedrichshafen
Bild:BSicon BHF.svg 28,0 Aulendorf
Bild:BSicon ABZlf.svg 28,2 Südbahn nach Ulm
Bild:BSicon BHF.svg 37,5 Bad Waldsee
Bild:BSicon eABZrg.svg Roßbergbahn von Bad Wurzach


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Bild:BSicon DST.svg 45,4 Roßberg
Bild:BSicon HST.svg 48,2 Alttann
Bild:BSicon BHF.svg 50,9 Wolfegg
Bild:BSicon eHST.svg 55,6 Hahnensteig-Krumbach


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Bild:BSicon KBFl.svg
57,7
0,0


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Kißlegg
Bild:BSicon STR.svg KBS 971 nach Memmingen
Bild:BSicon eHST.svg 5,2 Sommersried


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Bild:BSicon eHST.svg 9,0 Ratzenried


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Bild:BSicon BHF.svg 13,3 Wangen
Bild:BSicon ABZrg.svg Bayerische Allgäubahn von München
Bild:BSicon BHF.svg 18,6 Hergatz
Bild:BSicon STR.svg Bayerische Allgäubahn nach Lindau
Bild:Aulendorf-1900.jpg
Bahnhof Aulendorf auf einer Postkarte von 1900
Bild:Bruecke-Dampf.jpg
Hämmerlebrücke in Hergatz

Die Württembergische Allgäubahn bilden historisch gesehen die zwischen 1869 und 1874 gebaute Bahnstrecke von Herbertingen über Aulendorf, Kißlegg und Leutkirch zum heute stillgelegten Bahnhof Isny, und die zwischen 1880 und 1890 in Betrieb genommene Strecke von Hergatz über Kißlegg und Leutkirch nach Memmingen. Die Allgäubahn quert in Aulendorf die Württembergische Südbahn, die von Ulm zum Bodensee führt. Aulendorf wurde mit ihrem Bau zu einem wichtigen Eisenbahnknotenpunkt in Oberschwaben. Die Relation Memmingen–Hergatz ermöglichte eine kürzere Verbindung von München nach Lindau als die innerbayrische Allgäubahn über Kempten und Immenstadt im Allgäu. Da heute der Abschnitt von Herbertingen nach Aulendorf betrieblich Teil der Zollernalbbahn von Tübingen nach Aulendorf ist, und Teile der historischen Württembergischen Allgäubahn heute nicht mehr in Betrieb sind, wird der Begriff „Württembergische Allgäubahn“ jetzt aktuell von NVBW und DB Regio für die Kursbuchstrecke 753 der Deutschen Bahn von Aulendorf über Kißlegg mit Richtungswechsel nach Hergatz genutzt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Im Jahr 1860 setzte sich ein sogenanntes „Eisenbahn Comite“ zusammen, das die Städte Isny, Leutkirch und Wurzach an das württembergische Eisenbahnnetz anschließen wollte. Am 13. August 1865 entschied sich die württembergische Abgeordnetenkammer, eine Strecke von Mengen über Saulgau, Aulendorf, Waldsee und Kißlegg nach Leutkirch und Isny zu bauen. 1876 erreichte die Stadt Wangen den Beschluss zum Bau eines Anschlusses nach Kißlegg. 1887 wurden durch Staatsvertrag zwischen Württemberg und Bayern die Strecken von Leutkirch nach Memmingen und von Wangen nach Hergatz beschlossen, die Verbindungen von Lindau und von Herbertingen / Aulendorf nach Memmingen ermöglichten und den Abschnitt Leutkirch–Isny zur Nebenbahn degradierten.

Inbetriebnahme der Teilstrecken

25. Juli 1869 SaulgauAulendorfWaldsee (28 km)
10. Oktober 1869 HerbertingenSaulgau (9 km) zusammen mit der Verbindung der Donautalbahn von Mengen über Herbertingen nach Riedlingen.
15. September 1870 WaldseeKißlegg (20 km)
1. September 1872 KißleggLeutkirch (11 km)
15. August 1874 LeutkirchIsny (16 km, 1904 weiter nach Kempten)
14. August 1875 Nebenstrecke AltshausenOstrachPfullendorf (25 km)
31. Juli 1880 KißleggWangen (13 km)
2. Oktober 1889 LeutkirchMemmingen (32 km)
15 Juli 1890 WangenHergatz (5 km, Anschluss an die Strecke LindauImmenstadt)

Bereits in den 1970er Jahren wurde der Personenverkehr auf dem Abschnitt Leutkirch–Isny eingestellt. Allerdings verkehrten noch einzelne Güterwagen auf dem Teilabschnitt zwischen Leutkirch und dem Bundeswehrlager Urlau. 2004 wurden schließlich die letzten Gleise der Strecke Leutkirch–Isny entfernt.

Personenverkehr

Der Personenverkehr war im Rahmen des Allgäu-Schwaben-Taktes 1993 auf der Relation AulendorfLeutkirchMemmingen zum Stundentakt verdichtet worden. Zum Jahresfahrplan 2005 wurde jedoch der Stundentakt zum Zweistundentakt ausgedünnt – wegen angeblich zu geringer Fahrgastzahlen. Diese Zahlen sind allerdings umstritten. Studien weisen auf einen Anstieg der Fahrgastzahlen von 386 % auf der Relation Aulendorf–Kißlegg–Memmingen zwischen den Jahren 1993 und 2003 hin.

Seit Anfang 2005 versucht die Initiative „Allgäubahn im Stundentakt“, die Wiedereinführung des Stundentaktes durchzusetzen. Einen Teilerfolg erreichte sie, als mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2005 für den Berufs- und Schülerverkehr einzelne zuvor gestrichene Züge wieder eingesetzt wurden. Im Oktober 2006 gründete sich außerdem die „Initiative Allgäubahn“, in der die an der Württembergischen Allgäubahn sowie die an der Bahnstrecke Kißlegg–Memmingen liegenden Städte und Gemeinden sich für eine Verbesserung des als unzureichend empfundenen Zwei-Stunden-Grundtaktes einsetzen. Die vom Kißlegger Bürgermeister Dieter Krattenmacher koordinierte Inititiative hat als erste Maßnahme ein Gutachten beim Tübinger Nahverkehrsberater Ulrich Grosse in Auftrag gegeben, der Vorschläge für einen optimierten Bahnverkehr in der Region erarbeiten soll.

Literatur

  • Thomas Scherer: Eisenbahnen in Württemberg Bd. I „Die württembergische Allgäubahn“, Ulm 1981

Weblinks

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