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Allelopathie
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Allelopathie ist die Eigenschaft von Pflanzen, organische Verbindungen auszuscheiden, welche Wachstum oder Keimen anderer Pflanzen unterbinden oder hemmen. Die Allelopathie kann als spezielle Form der ökologischen Konkurrenz zwischen Pflanzen angesehen werden.
Die Ursache der Allelopathie ist die Abgabe von Stoffen, die direkt oder nach Umwandlung phytotoxisch sind. Die Abgabe kann durch die Wurzeln oder durch das Abwaschen von Blättern erfolgen. Typisches Beispiel ist der Walnussbaum. In seinen Blättern wird ein ungiftiges Glucosid gebildet, das über die Wurzeln oder durch Abwaschen in die Umgebung gelangt. Durch einfache chemische Reaktionen entsteht aus dem zunächst inaktiven Stoff das Juglon, ein Stoff, der Wachstum und Keimung vieler Pflanzen verhindert oder hemmt. Durch Juglon kann das Keimen von Salatpflanzen verhindert werden, Erlen können in der Nähe von Buchen nicht gedeihen.
Bei der weiteren Entwicklung des Pflanzenschutzes werden auch allelopathische Einflüsse untersucht. Allelopathisch wirkende Stoffe könnten wirkungsvoll sein, wenn bestimmte Unkräuter gegen übliche Herbizide resistent sind. Wenn Pflanzen gefunden werden, die eine allelopathische Wirkung auf diese Unkräuter haben, gilt es entsprechende Stoffe zu isolieren und die Möglichkeit ihrer Anwendung im Pflanzenschutz zu prüfen.
Auf Initiative Indiens wurde 1994 die International Allelopathie Society (IAS) gegründet. Sie soll Forschungen und Erkenntnisse zur Allelopathie weltweit fördern und verbreiten.
Weblinks
- IAS
- Transport-Informations-Service Fachinformationen zum Thema Allelopathie
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