Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Alkaloide

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche

Alkaloide (gelehrte Neubildung aus arab. al qualja = Pflanzenasche und griech. -oides = ähnlich) sind organische, stickstoffhaltige und meist alkalische natürlich vorkommende Verbindungen. Der Name geht auf den Apotheker C. F. W. Meissner zurück, der den Begriff 1819 einführte.

Alkaloide kommen in Pflanzen, seltener auch in Pilzen und Tieren vor. Sie haben auf den tierischen bzw. menschlichen Organismus meist ganz charakteristische Wirkungen. Die meisten sind sehr giftig. Viele schmecken ausgesprochen bitter. Alkaloide finden auch als Arzneimittel Verwendung. Etliche sind intensiv wirkende Drogen. Chemisch ist diese Stoffgruppe nicht einheitlich definiert. Sie enthalten ein oder mehrere meist heterozyklisch eingebaute Stickstoffatome, haben allerdings kein charakteristisches Strukturelement.

Es werden auch Verbindungen zu den Alkaloiden gezählt, die der obigen Beschreibung nicht ganz entsprechen. Das Alkaloid des Pfeffers ist zum Beispiel nicht basisch. Zur Abgrenzung: Die stickstofffreien Cannabinole gehören nicht zu den Alkaloiden.

Die Bedeutung der Alkaloide für die Pflanzen, von denen sie erzeugt werden, ist noch kaum erforscht. Da man viele Pflanzen auch alkaloidfrei züchten kann, dürften sie nicht für den Stoffwechsel erforderlich sein. Möglicherweise handelt es sich um Stoffwechselnebenprodukte. Die giftigen Alkaloide könnten aber auch zur Abwehr von Fressfeinden dienen.

Inhaltsverzeichnis

Einteilung

Alkaloide können nach folgenden Kategorien unterteilt werden:

  • nach Herkunft: Pflanzen bzw. Pflanzenteile, in denen die Alkaloide enthalten sind, z. B. Mutterkornalkaloide

Verbindungen

Eine Übersicht der in Wikipedia erfassten Alkaloide findet sich unter der Kategorie Alkaloide.

Mit der industriellen Produktion von Alkaloiden begann Heinrich Emanuel Merck 1827 in Darmstadt.

Wichtig ist, dass ein Alkaloid aus pharmazeutisch-pharmakologischer Sicht, aufgrund seiner oftmals vielen z.T. unerwünschten Nebenwirkungen, eigentlich kein Bitterstoff ist. Letzteres hat ausschließlich bitteren Geschmack und keine andere physiologische Wirkung, welches bei Alkaloiden (s. Coffein) nicht zutrifft.

Literatur

Bücher

  • Jürgen Müller: Die Konstitutionserforschung der Alkaloide: Die Pyridin - Piperidin- Gruppe. Deutscher Apotheker Verlag (1998), ISBN 3769208994
  • Eberhard Breitmaier: Alkaloide. Betäubungsmittel, Halluzinogene und andere Wirkstoffe, Leitstrukturen aus der Natur. B.G. Teubner Verlag (2002), ISBN 3519135426

Aufsätze

  • Waltraud Stammel, Helmut Thomas: Endogene Alkaloide in Säugetieren. Ein Beitrag zur Pharmakologie von körpereigenen Neurotoxinen. Naturwissenschaftliche Rundschau 60(3), S. 117 - 124 (2007), ISSN 0028-1050

Weblinks

<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Commons: Alkaloide – Bilder, Videos und/oder Audiodateien
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Alkaloide, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge