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Alfred Brendel

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Alfred Brendel (* 5. Januar 1931 in Wiesenberg, Nordmähren) ist ein österreichischer Pianist.

In Brendels drittem Lebensjahr zog die Familie nach Jugoslawien, wo die Eltern eine Pension auf der Adriainsel Krk unterhielten. Er besuchte die Schule in Zagreb und erhielt dort im Alter von sechs Jahren Klavierunterricht bei Sofija Dezelic. Nach der Übersiedlung nach Graz im Jahre 1943 studierte er am dortigen Konservatorium Klavier und Komposition. 1947 legte er extern an der Wiener Akademie die Staatsprüfung im Fach Klavier ab. 1950 zog er nach Wien, Anfang der 70er Jahre nach London.

Brendel ist v.a. durch seine Interpretationen der Klavierwerke von Franz Schubert, Ludwig van Beethoven, Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Liszt bekannt. Er ist der erste Pianist, der Beethovens Klavierwerke komplett aufnahm. Auch als Liedbegleiter hat er sich einen Namen gemacht (u.a. mit Dietrich Fischer-Dieskau). In jüngster Zeit nahm er mit seinem Sohn und Cellisten Adrian Brendel die Cellosonaten von Beethoven auf. Für seine Aufnahmen bekam Brendel mehrfach den Deutschen Schallplattenpreis. 2002 wurde er mit dem Robert-Schumann-Preis ausgezeichnet, 2004 wurde ihm der Ernst von Siemens Musikpreis verliehen. 1998 wurde Brendel Ehrenmitglied der Wiener Philharmoniker. Im Jahr 2005 ist er zum Ehrenbürger seines tschechischen Heimatortes Loučná nad Desnou ernannt worden. Er ist nicht nur Pianist, sondern auch ein glänzender Essayist, dessen Aufsätze zu musikalischen Themen in mehreren Sammelbänden vorliegen. Außerdem schreibt und veröffentlicht er auch skuril-groteske Gedichte (bisher 4 Sammlungen).

Alfred Brendel ist Träger des nach dem Komponisten Joseph Marx benannten Joseph-Marx-Musikpreises des Landes Steiermark (1980).

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