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Alesia
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Alesia war die Hauptstadt der Mandubier, eines mit den mächtigen Haeduern in Verbindung stehenden gallischen Volksstammes, und nach der Eroberung durch Julius Caesar eine römische Stadt (Oppidum) in Gallien.
Archäologische Ausgrabungen seit der Zeit von Napoléon III. in Alise Sainte-Reine an der Côte d'Or bei Dijon lassen den Schluss zu, dass sich hier das historische Alesia befand. Es werden immer neue Erkenntnisse über diese galloromanische Siedlung auf der Hochebene des Mont-Auxois gewonnen. Als Ergebnis der jüngsten Ausgrabungen wird dort im Museum ein Fundstück mit der Inschrift IN ALISIIA präsentiert, die es nun erlaubt, die Zweifel einiger Archäologen an der Identität des Ortes endgültig auszuräumen. Früher gab es noch andere, wissenschaftlich weniger abgesicherte Theorien, die Alesia im Franche-Comté, so etwa in Salins-les-Bains lokalisierten. Treffend parodiert wird dieses Thema in dem Band Asterix und der Arvernerschild, wo den Galliern entsprechende Dialoge in den Mund gelegt werden (Alesia? Wir wissen nicht, wo dieses Alesia liegt! Niemand weiß, wo Alesia liegt!).
Um 52 v. Chr. war Alesia der Schauplatz der Entscheidungsschlacht zwischen den Römern unter Julius Caesar und den Galliern unter Vercingetorix. Die Eroberung bestimmte das Schicksal dieses Landes. In der Schlacht um Alesia gewannen die Römer im Gallischen Krieg die Oberherrschaft über Gallien. Die Schlacht wird detailliert von Caesar in seinem De Bello Gallico (7. Buch, 68–89) beschrieben. Caesar berichtet auch unverblümt von seiner Entscheidung, die nach langer Belagerung aus Nahrungsmangel vor die Festung geführten gallischen Zivilisten (Frauen, Alte, Kinder) nicht durch seine Linien abziehen zu lassen, so dass diese vor den Augen aller langsam und qualvoll starben. Neueste Untersuchungen bei Alise Sainte-Reine können die beschriebene Belagerung bis in Details bestätigen. Die Ausmaße sind gewaltig. In nur sechs Wochen entstanden ein 15 km langer Belagerungsring rund um Alesia und zusätzlich ein 21 km langer Verteidigungsring gegen die heranrückenden vereinigten Armeen (etwa 110.000 Mann) der Gallier. Dies konnte durch die Luftbildarchäologie wissenschaftlich bewiesen werden.
Siehe auch: Schlacht um Alesia
Literatur
- Michel Reddé: Alesia. Vom nationalen Mythos zur Archäologie, Aus dem Französischen übersetzt von A. Miron, Verlag Philipp von Zabern, Mainz 2006, (Antike Welt, Sonderheft; Zaberns Bildbände zur Archäologie) ISBN 3805335318 (Die Ausgrabungen von 1991 bis 1997 durch ein deutsch-französisches Team brachten neue Erkenntnisse)
- André Berthier et André Wartelle : Alésia, éd. les Nouvelles éditions latines, Paris, 1990, 320
- Jacques Berger : Alésia, Chaux-des-Crotenay : pourquoi ? 2004, 140 p. 114 photos couleur
- Jean-Pierre Picot, Le Dictionnaire historique de la Gaule, des origines à Clovis, Paris, éd. La Différence, 2002,
- Danielle Porte : Alésia, citadelle jurassienne, la Colline où soufflait l’Esprit, éd. Cabédita, Yens sur Morge (Suisse. Pour la France :BP 16, 74500, St-Gingolph), 2000, 215 p.
- Danielle Porte : L’Imposture Alésia, éd.Carnot, Paris, 2004, 297 p.
- Daniel Munier : ALESIA Le sacrilège de César. www.alesiadecesar.fr/
Weblinks
- ZDF-Video: Neueste Untersuchungen zu Alesia
- Das friedliche Dörfchen Alise-Sainte-Reine an der südlichen Flanke des Mont-Auxois - heute und im Jahre 52 v. Chr
Koordinaten: Alesia 47° 32′ 14″ N, 4° 30′ 1″ O
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