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Reich der Weißen Hammel

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Das Reich der Weißen Hammel (turkmenisch: Aq Qoyunlu = "Stämme vom weißen Hammel"; persisch: آق‌قویونلو

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Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Reich_der_Wei%C3%9Fen_Hammel, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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neutürkisch
Ak Koyunlu, aserbaidschanisch: Ağqoyunlu) war eine turkmenische Stammesföderation in Ostanatolien, Aserbaidschan und weiten Teilen des Irak und des Iran (1389 -1507).

Geschichte

Die Weißen Hammel waren ein nomadisierender Turkmenenstamm, die seit 1340 Raubzüge gegen Trapezunt, den Irak und Syrien unternahmen. Ihr Reich stützte sich vor allem auf turkmenische Stämme im Gebiete von Diyarbakır und erlangte unter der Führung von Tur Ali Bey (1340- ca. 1362) eine politische Einheit. Banner dieses Reiches waren schwarze Tücher mit einem weißen Hammel.

Als eigentlicher Stammesgründer ist jedoch Qara Yülük Uthman Bey (13891435) bekannt, der als Verbündeter von Timur Lenk (1400) mit Diyarbakir belehnt wurde und eine Vielzahl von Streitigkeiten ausfocht, nicht immer erfolgreich. Nach seinem Tod 1435 geriet die Föderation unter den Druck der Qara Qoyunlu und verlor viele der beherrschten Gebiete.

Erst unter Uzun Hasan (14531478) kam es zum Aufstieg und der Glanzzeit der Weißen Hammel, nachdem er 1467 die Qara Qoyunlu vernichtend geschlagen und deren Reich im Iran, Aserbaidschan und dem Irak erobert hatte. Zu dessen Zeit reichten die Grenzen des Reiches vom Kaspischen Meere bis Syrien und von Aserbaidschan bis Bagdad. Deshalb sah sich Uzun Hasan selbst als "Wahrer der türkischen Einheit" und verglich sich selbst mit Timur, dessen ehrgeizigen Nachfolger Abu Said er 1469 besiegte. Die Herrschaft Uzun Hasan Beys war den nomadischen Traditionen entsprechend indirekt. Er forderte nur die jährlichen Tribute und Steuern von den örtlichen Fürsten, baute aber keine feste Residenz und errichtete keinerlei Herrschafts- und Verwaltungsstrukturen.

Uzun Hasan machte schließlich Pläne, das Osmanische Reich und das ägyptische Mameluken-Sultanat zu beseitigen: Zu diesem Zwecke hat er mit europäischen Ländern, d.h. mit der christlichen Welt Beziehungen aufgenommen, um sich die gefürchteten Feuerwaffen zu verschaffen. Seit 1471 kämpfte er in Ostanatolien im Bündnis mit Venedig gegen die Osmanen, wurde von diesen aber 1473 bei Erzincan schwer geschlagen, da die Osmanen Artillerie einsetzen konnten, über die Uzun Hasan nicht verfügte.

Die Regentschaft von Uzun Hasan und die seines Sohnes Yaqub (14781490) gelten als Blütezeit der turkmenischen Kultur.

Die Niederlage in der Schlacht von Otlukbeli (1473) gegen den osmanischen Sultan Mehmed dem Eroberer hatte mittelfristig den Zusammenbruch seines Reiches zur Folge und half Schah Ismail, im Rahmen seiner religiösen Bewegung (vgl. Safi-Orden) Turkmenenstämme aus Ustac, Mossul, Tekke, Bayburt, Karadağ, Dulkadir, Varsak und Afschar um sich zu versammeln und für sich zu gewinnen. Diese bildeten später den Kern der sogenannten Qizilbasch. Nach 1490 gerieten die Aq Qoyunlu zunehmend unter den Druck der aufstrebenden Safawiden, die 1501 Täbriz eroberten und 1507 den letzten Regenten der Aq Qoyunlu in Mardin stürzten. So hat Schah Ismail, der Gründer des Safawiden-Reiches (1501-1736) schließlich die politische Einheit Persiens am Beginn der Neuzeit hergestellt.

Als die unmittelbaren Erben dieser Weißen Hammel sind vor allem die Turkomanen im Irak anzusehen.

Herrscher

Weblinks

Persönliche Werkzeuge