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Ahmet Bilek

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Ahmet Bilek (* [[1933 in Kula, Prov. Manisa]], † 1970) war ein türkischer Ringer und Olympiasieger 1960 in Rom im freien Stil im Fliegengewicht.

Inhaltsverzeichnis

Werdegang

Ahmet Bilek begann wie ein Großteil der türkischen Spitzenringer als Jugendlicher in Eskisehir beim türkischen Nationalsport Ölringen. Noch im Jugendalter fand er den Weg zum olympischen Ringen und entwickelte sich beim Ringerclub "Demirspor" Eskisehir schnell zu einem ausgezeichneten Ringer in beiden Stilarten. 1950 war er als 17-jähriger schon dabei, als eine Auswahlmannschaft Izmir/Eskisehir gegen die deutsche Nationalmannschaft rang. Er unterlag damals gegen Heinrich Weber (Ringer, 1923) aus Göppingen knapp nach Punkten. Gegen Weber unterlag er 1952 auch in einem offiziellen Länderkampf nach Punkten.

1953 wurde er bei der Weltmeisterschaft im griech.-röm. Stil in Neapel im Fliegengewicht eingesetzt. Er schlug gleich voll ein, gewann u.a. über die starken Ringer Dumitru Pirvulescu aus Rumänien u. Ignazio Fabra aus Italien und scheiterte im Endkampf nur knapp an dem sowjetischen Olympiasieger von 1952 Boris Gurewitsch.

In den nächsten Jahren stagnierte Ahmet etwas und konnte sich gegen die starken Konkurrenten im eigenen Lande wie z. B. Dursun Ali Egribas, Hüseyin Akbas u. Mehmet Kartal nicht durchsetzen. Erst 1959 wurde er wieder türkischer Meister im Fliegengewicht. Bei der Weltmeisterschaft des gleichen Jahres in Teheran im freien Stil gewann er erneut die Silbermedaille. Er blieb zuwar ungeschlagen, aber zwei unentschiedene Kämpfe gegen Mohammad Ali Khojastepour aus dem Iran und Ali Aliew aus der Sowjetunion kosteten ihm den Weltmeistertitel.

Seine große Stunde schlug aber bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom. Er gewann fünf Kämpfe und wurde tzotz einer Niederlage gegen Ali Aliew Olympiasieger.

1963 startete er in Helsingborg ein letztesmal bei einer Weltmeisterschaft. Diesmal trat er im griech.-röm. Stil an, konnte sich aber nicht durchsetzen und kam nur auch den 8. Platz.

Danach ging Ahmet Bilek in die Bundesrepublik Deutschland und rang lange Jahre für den Kraftsportverein Köllerbach in der deutschen Bundesliga. Nach gesundheitlichen Problemen beging er im Jahre 1970 Selbstmord.

Internationale Erfolge

(OS = Olympische Spiele, WM = Weltmeisterschaft, GR = griech.-röm. Stil, F = Freistil, Fl = Fliegengewicht, damals bis 52 kg Körpergewicht)

  • 1956, 1. Platz, "Opatija"-Pokalturnier in Pula, F, Fl, vor Völgyi, Ungarn u. Karl-Heinz Meyer, BRD;
  • 1960, Goldmedaille, OS in Rom, F, Fl, mit Siegen über Elliott Simons, USA, Masayuki Matsubara, Japan, Mohammad Niaz-Din, Mohammad Saifepour, Iran u. Paul Neff, BRD u. trotz einer Niederlage gegen Ali Aliew;
  • 1963, 8. Platz, WM in Helsingborg, GR, Fl, mit Siegen über Maurice Mewis u. Josef Kolár, CSSR u. Niederlagen gegen Angel Keresow, Bulgarien u. Ignazio Fabra

Quellen

  • 1) div. Ausgaben der Fachzeitschrift "Athletik" aus den Jahren 1950 bis 1963,
  • 2) Documentation of Internationale Wrestling Championships der FILA, 1976

Weblinks

Wikipedia
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