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Affine Ebene
Aus Kefk.
Eine affine Ebene ist in der Geometrie eine Punkte und Geraden umfassende Inzidenzstruktur, die im wesentlichen durch zwei Forderungen, nämlich dass je zwei Punkte eine (eindeutige) Verbindungsgerade besitzen und dass es parallele Geraden gibt, charakterisiert ist.
Definition
Eine Inzidenzstruktur
, die aus einem Punktraum P, einem Geradenraum
und einer Inzidenzrelation zwischen diesen besteht, affine Ebene genau dann, wenn
- je zwei Punkte aus P auf genau einer Geraden aus
liegen,
- das Parallelenpostulat gilt, d.h. wenn es zu jeder Geraden
und zu jedem Punkt
, der nicht auf L liegt, genau eine weitere Gerade
gibt, die p enthält und sich nicht mit L schneidet,
- es ein Dreieck gibt, d.h. drei verschiedene Punkte aus P, die nicht alle auf einer Geraden aus
liegen.
Beispiele
- Der zweidimensionale Vektorraum
über den reellen Zahlen, wobei
gilt,
alle eindimensionalen affinen Unterräume umfaßt und die Inzidenzrelation durch die Enthaltensrelation
gegeben ist.
- Ebenso der zweidimensionale Vektorraum K2 über einem beliebigen Körper (oder auch: Schiefkörper) K
- Im Fall
erhält man die kleinste affine Ebene, die aus aus vier Punkten besteht.
Siehe auch: affine Geometrie
