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Advanced Audio Coding

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Advanced Audio Coding (AAC) ist ein von der MPEG, Moving Picture Experts Group (Dolby, Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen in Erlangen, AT&T, Nokia, Sony), entwickeltes Audiodatenkompressionsverfahren, das als Weiterentwicklung von MPEG-2 Multichannel im MPEG-2-Standard spezifiziert wurde.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Bei der Entwicklung des Codecs wurden die Schwächen des MP3-Verfahrens ausgebügelt und dessen Kodierungsverfahren verbessert und mit neuen Verfahren (sogenannten "tools") ergänzt: So werden zum Beispiel tonale und geräuschhafte Elemente im Eingangssignal effektiver erkannt und kodiert oder das Pre-Echo-Problem (siehe Kompressionsartefakte) verbessert.

Container

Neben dem Kompressionsschema ist auch das Containerformat MP4 definiert worden, das unter anderem die Übermittlung von Metadaten (Tagging) oder die Verwendung eines Kopierschutzverfahrens (siehe Digital Rights Management) erlaubt.

Profile

Um den Hardwareherstellern die Unterstützung des Formats zu erleichtern, wurden verschiedene Profile definiert, unter anderem:

  • Low Complexity (LC) – für mittlere bis hohe Bitraten.
    Es wird bei den meisten AAC-Implementationen (auch Hardware) sowie den Online-Musikgeschäften von Apple und RealNetworks verwendet.
  • Low Delay (LD) für geringe Verzögerungszeiten (20 ms) bei mittleren bis hohen Bitraten. Anwendung im Kommunikationsbereich zum Beispiel in Videokonferenzsystemen.
  • Main Profile
  • High Efficiency (HE) – für niedrige bis sehr niedrige Bitraten.
    Durch die zusätzliche Nutzung von Spectral Band Replication (SBR) und Parametric Stereo hat es unterhalb von etwa 96 kb/s Vorteile, erreicht jedoch keine Transparenz, da SBR hohe Frequenzen nur synthetisch erzeugt. Siehe auch: aacPlus
  • Scalable Sample Rate (SSR) – für Streaming.
    Es ermöglicht die ungestörte Wiedergabe von Streams durch Verringerung der Bitrate, wenn die verfügbare Bandbreite plötzlich abfällt, ist aber bisher in keiner Implementation öffentlich erhältlich.

Bedeutung und Verbreitung

Als Format zur verlustbehafteten Audiokomprimierung, das den offiziellen ISO-Segen hat, tritt es in Konkurrenz zu anderen Formaten wie MP3, WMA und (Ogg) Vorbis. So findet AAC unter anderem Verwendung in Online-Musikgeschäften wie dem iTunes Store oder dem Real Music Store sowie ehemals LiquidAudio und wird dort gepaart mit DRM-Systemen wie beispielsweise FairPlay von Apple. Der iPod von Apple kann AAC abspielen. Nokia, Samsung, Sony Ericsson, Siemens und andere verwenden ebenfalls AAC, um das Hören von Musik auf dem Mobiltelefon zu ermöglichen. AAC hat eine höhere Kompressionsrate als vergleichbare Formate (maximal 1:16) und erreicht bereits ab 64 kbit/sec akzeptable, wenn auch eingeschränkte Stereo-Qualität. 96 kbit/sec entsprechen guter UKW-Qualität, und 128 kbit/sec gelten als CD-nah (hohe Transparenz).

Siehe auch

MP2 | MP3 | MP4 | MPEG-Audio (MPEG Formatfamilie) | WMA | Quicktime | aacPlus | 3ivx

Weblinks

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Advanced_Audio_Coding, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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