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Adolf Erman

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Adolf Erman ([ɛʀ'mɑ̃]; * 31. Oktober 1854 in Berlin; † 26. Juni 1937 ebenda) war ein deutscher Ägyptologe und Begründer der Berliner Ägyptologischen Schule.

Erman war Sohn Georg Adolf Ermans, eines Professors für Physik an der Universität zu Berlin. Er studierte bei Georg Ebers in Leipzig und in Berlin Ägyptologie. Seit 1885 war er außerordentlicher Professor für Ägyptologie an der Universität Berlin und Direktor des Ägyptischen Museums. Er machte bedeutende Beiträge zur Erforschung der altägyptischen Sprache, deren Beziehungen zu den semitischen Sprachen er herausarbeitete.

Erman initiierte den Aufbau des Wörterbuchs der ägyptischen Sprache (1926–1931, 5 Bde. mit 2 Bde. Ergänzungen), einer in wesentlichen Teilen auch heute noch gültigen Sammlung der hieroglyphischen Wörter nach den Denkmälern. Beteiligt waren außerdem Hermann Grapow und Ermans Schüler Kurt Sethe.

Seit 1882 gab er gemeinsam mit Heinrich Brugsch die Zeitschrift für ägyptische Sprache und Altertumskunde heraus.

Der Religion der Ägypter stand Erman distanziert gegenüber. Seit seiner Jugend verfasste Erman darüber hinaus kleine unpublizierte Gedichte und Novellen.

Werke

  • Ägypten und ägyptisches Leben im Altertum (1885)
  • Die Sprache des Papyrus Westcar (1889)
  • Neuägyptische Grammatik (1880)
  • Aegyptische Grammatik (1894) (4. Auflage 1928)
  • Die Literatur der Ägypter (1923)
  • Die ägyptische Religion (1905)
  • Wörterbuch der ägyptischen Sprache (mit H. Grapow), 13 Bde. (1926–1963)
  • Die Religion der Ägypter (1934)

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