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Adiabatisches Theorem der Quantenmechanik

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Der Adiabatensatz der Quantenmechanik sagt, dass wenn sich der Hamiltonoperator H(t) eines Systems (zum Beispiel aufgrund äußerer Einflüsse) „langsam genug“ ändert, in guter Näherung der Zustand des Systems  \psi (t) = e^{i \alpha (t)} \cdot \left| n (t) \right\rangle im Verlauf der adiabatischen Evolution im n-ten Eigenzustand von H(t) verbleibt.

„Langsam genug“ bedeutet (für  m \neq  k ), dass

{\left| \left\langle m(t) \left| \frac{d}{dt} H(t) \right| k(t) \right\rangle \right|} 
\ll {\frac{ \left|   E_k (t) - E_m (t) \right|}{ \Delta T _{km} } }

gilt.

Dabei ist ΔTkm die charakteristische Zeit des Übergangs des Systems vom Zustand  \left| k (t) \right\rangle in den Zustand  \left| m (t) \right\rangle und Ek(t) und Em(t) sind die zu den Zuständen k und m gehörenden Energie-Eigenwerte des Systems.

Das bedeutet, dass die Änderung von H(t) langsam ist im Vergleich zur natürlichen Zeitskala des Systems, die durch Übergänge zwischen den energetischen Eigenzuständen definiert wird.

Im adiabatischen Limit sind die Änderungen von H(t) infinitesimal langsam:

 \Delta T _{km} \longrightarrow \infty  und damit folgt:  \left| \left\langle m (t) \left| \frac{d}{dt}H (t) \right| k (t) \right\rangle \right| \longrightarrow 0 .

Inhaltsverzeichnis

Beispiele in der Physik

Das wohl bekannteste Beispiel in der Physik ist wohl die Born-Oppenheimer-Näherung. Max Born und Robert Oppenheimer konnten zeigen, dass für die Berechnung der Zustandsänderungen der Elektronen eines Moleküls, die Bewegung der Atomkerne (die Änderung von H(t)) vernachlässigt werden kann. Einfach ausgedrückt, die Elektronen bewegen sich so schnell und die Zeit die sie für einen Übergang zwischen zwei Elektronenniveaus brauchen ist so kurz, dass die Bewegung der (langsamen) Atomkerne für eine Berechnung keine Rolle spielt.

Geschichte

Das Adiabatische Theorem der Quantenmechanik geht zurück auf Arbeiten von Max Born und Wladimir Alexandrowitsch Fock aus dem Jahr 1928. Eine vollständige mathematische Formulierung gelang jedoch erst Tosio Kato (1950) im Zusammenhang mit der Störungstheorie linearer Operatoren.

Literatur

Siehe auch

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