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Achatschale
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Die Achatschale in der Schatzkammer der Wiener Hofburg ist eines der beiden unveräußerlichen Erbstücke des Hauses Habsburg, das andere ist das Ainkhürn.
Nach dem Tod Kaiser Ferdinands I. einigte man sich darauf, dass diese beiden Stücke allen Linien gemeinsam gehören sollten und weder verkauft noch verschenkt werden dürften.
Die Schale stammt aus dem 4. Jahrhundert, wahrscheinlich aus dem Raum Trier.
Ihre Besonderheit ist, dass in früheren Zeiten etwas erkennbar war, das wie eine Schrift aussah. Der Schriftzug habe gelautet: B.XRISTO.RI.XXPP. Klarerweise wurde dies auf Jesus Christus bezogen und die Schale als Reliquie behandelt; sie wurde sogar als Heiliger Gral angesehen.
Nach der Restaurierung 1951 soll diese Schrift kurzzeitig wieder zu erkennen gewesen sein. Der Kunsthistoriker Rudolf Egger hat damals "ARISTO" gelesen und als Name des Steinschneiders interpretiert.
Es gibt aber auch die Theorie, dass es sich bei der Inschrift um eine optische Täuschung handelt, da die Schale von Wasseradern durchzogen ist.
1204 wurde diese Schale in Konstantinopel erbeutet und gelangte in den Besitz Karls des Kühnen nach dem sie von den Habsburgern ererbt wurde.
Weblinks
- http://www.khm.at/system2.html?/static/page471.html Bild und Beschreibung beim Kunsthistorischen Museum
