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Abwedeln
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Durch den Vorgang des Abwedelns (auch: Abhalten) wird bei der Verarbeitung fotografischer Materialien mit Hilfe eines Vergrößerers die Belichtung partiell reduziert. Abwedeln ist eine Möglichkeit, zu hohe Negativkontraste auszugleichen oder besondere gestalterische Effekte zu erzielen.
Man greift manuell mit der Hand oder einem schwarzen Karton (zur Vermeidung von Streulicht) in den Strahlengang der Projektion des Vergrößerungsgerätes, um die auf das fotografische Material fallende Lichtmenge auf den gewünschten Bildteilen zu reduzieren. Zum Beispiel kann mit dieser Methode die Zeichnung in den Schattenpartien eines Bildes erhalten werden, die ohne das Abwedeln vollständig geschwärzt würden. Dabei wird der Karton ständig bewegt (daher der Begriff 'wedeln') um scharfe Kanten zu vermeiden.
Die Dauer des Eingriffs in den Strahlengang wird mit Hilfe von Probestreifen ermittelt.
Den umgekehrten Vorgang - die partielle Erhöhung der Lichtmenge auf Bildteilen - bezeichnet man als Nachbelichten.
Bildbearbeitung
Moderne Bildbearbeitungsprogramme wie z.B. das Programm Photoshop (Windows und Mac OS) der Firma Adobe Systems oder GIMP (Windows, Mac OS und Linux) bieten Werkzeuge, die von ihrer Wirkung dem manuellen Vorgang des Abwedelns nachempfunden sind und das partielle Aufhellen bzw. Abdunkeln in der digitalen Bildbearbeitung ermöglichen.
Beispiel:
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| Normal | Abgewedelt | In schwarz-weiß |
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