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Abstrakte Identität
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Die abstrakte Identität ist ein methodologisch philosophisches Konzept der Erkenntnistheorie, das auf Hegels Symmetrieüberlegungen zurückgeht. Die abstrakte Identität ist das Gegenteil der konkreten Identität.
Dabei bezeichnet die abstrakte Identität ein zeitweiliges Abstrahieren von Unterschieden in einem Gegenstand (Symmetrieverletzungen) in Fällen, wo sehr kleine Verhältnisse oder kurze Zeiträume in Betracht kommen. Die Grenzen, innerhalb derer das zulässig ist, sind von Fall zu Fall verschieden und durch die physikalische Natur des Gegenstandes bedingt.
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In der Philosophie
ist die abstrakte Identität eine Kategorie der philosophischen Dialektik. Hegel vertrat die Meinung, dass abstrakte Identität bei seinem Bezug auf das "Ich" etwas "Inhaltsloses" sei und das Sein erst durch den Widerspruch entstehe. Denn ein Ding könne nicht sich selbst gleich sein, wie man vor Hegel annahm (absolute Identität), weil es dann zwei Dinge wären (a=a'). Diese Grundüberlegung galt sowohl den Marxisten, als auch den Anthroposophen als Angelpunkt ihrer Dialektik. Natürlich ist das Prinzip der abstrakten Identität relativ, auch in den Grenzen einer bestimmten Überlegung, eines Schlusses; seine Wirkung ist stets auf ein bestimmtes Zeitintervall bezogen.
In der Logik
liegt eine so verstandene Identität (Dialektik des Identischen und Verschiedenen) dem formal-logischen Identitätssatz zugrunde. Die Anerkennung einer abstrakten Identität negiert weder Unterschiede zwischen den Gegenständen noch Veränderungen der realen Gedanken über die Gegenstände. Sie lässt durchaus eine Veränderung innerhalb der Identität zu und betrachtet die Identität nur als etwas Momentanes, das aber dann verbindlich ist, wenn von einem Gegenstand in einem bestimmten mittelbaren Schluss die Rede ist.
Das ist eine entscheidende Voraussetzung im Sinne einer Vorbedingung zur korrekten Beweisführung in der Logik. Eine Verletzung dieses Prinzips kann zur Sophistik und zu Fehlern beim logischen Schluß führen.
Siehe auch
Identifikation, zur methodologischen Bedeutung der Symmetrie
