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Absolutiv

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Absolutiv ist die Bezeichnung für einen Kasus, der in Ergativsprachen neben den Ergativ tritt. Der Absolutiv ist in der Regel endunglos, d. h. unmarkiert, und ähnelt so dem Nominativ in Nominativ/Akkusativ-Sprachen. Er wird in intransitiven Sätzen, also solchen, die nur einen Handlungsteilnehmer besitzen, für diesen einzigen Handlungsteilnehmer verwendet und markiert damit sozusagen das „Subjekt“ dieser Sätze. So weit ist er mit dem deutschen Nominativ gleich. Bei transitiven Sätzen wird der Absolutiv jedoch verwendet, um das „Objekt“ zu markieren, während das „Subjekt“ im Ergativ steht.

Der Absolutiv wird gelegentlich fälschlicherweise als Nominativ bezeichnet, da er wie der Nominativ auch, zumeist endungslos ist.

Ein Beispiel aus dem Sumerischen:

lugal-Ø muĝen
König-Absolutiv kam
´der König kam´ (intransitiv)


lugal-e bàd-Ø insìg
König-Ergativ Mauer-Absolutiv riss nieder
´der König riss die Mauer nieder´ (transitiv)


Bekannte Ergativsprachen sind neben Sumerisch:

Literatur

  • Hadumod Bußmann (2002): Lexikon der Sprachwissenschaft. Kröner-Verlag, Stuttgart. ISBN 3-520-45203-0
  • Edzard, Dietz-Otto (2003) A Sumerian Grammar. Brill-Verlag.
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Absolutiv, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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