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Ablaufpolitik

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Die Ablaufpolitik wurde im Jahr 1966 durch die Große Koalition in den Mittelpunkt einer neuen Wirtschaftspolitik gerückt. Während der ersten Nachkriegsrezession 1966/67 wurde eine Umorientierung in der Wirtschaftspolitik beschlossen. Dem Staat wurde somit die Rolle als konjunktureller Stabilisator zugewiesen. Kernstück dieser Umorientierung waren die Stabilitäts- und Wachstumsgesetze, die mit der keynesianistischen Ausrichtung der Wirtschaftspolitik, sowie dem damaligen Wirtschaftsminister Karl Schiller unauslöschlich verbunden sind. Grundgedanke dieser Politik ist, dass Bund und Länder ihre wirtschaftspolitischen Maßnahmen so treffen, dass sie zum Erhalt des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts beitragen. Aus dem Gesetzestext sind vier Ziele abzuleiten, die als magisches Viereck bekannt sind. Impliziert sind ebenfalls noch zwei weitere Ziele, die als magisches Sechseck bekannt sind. In der fachwissenschaftlichen Literatur finden sich noch zwei optional zu ergänzende Punkte, die somit das magische Achteck bilden. Man weiß nicht, ob ein Fachwissenschaftler dieses Achteck noch erweitern wird.

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