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Aripiprazol
Aus Kefk.
| Steckbrief | |||
|---|---|---|---|
| Name (INN) | Aripiprazol | ||
| Wirkungsgruppe | Antipsychotikum | ||
| Handelsnamen | Abilify®
| ||
| Klassifikation | |||
| ATC-Code | N05AX12
| ||
| CAS-Nummer | 129722-12-9 | ||
| Rezeptpflicht: Ja | |||
| Fachinformation (Aripiprazol) | |
| Chemische Eigenschaften | |
| Bild:Aripiprazol.png IUPAC-Name: 7-{4-[4-(2,3-Dichlorphenyl) piperazin-1-yl]butoxy}-3,4- dihydro-1H-chinolin-2-on | |
| Summenformel | C23H27Cl2N3O2 |
| Molmasse | 448,39 g/mol |
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Aripiprazol ist ein Arzneistoff, der zur Behandlung der Schizophrenie zugelassen ist, wird in der Praxis aber auch zur Behandlung von Psychosen eingesetzt. Aripiprazol ist das neueste "atypische" Neuroleptikum.
Inhaltsverzeichnis |
Eigenschaften
Während bisherige Atypika als volle Antagonisten am Dopamin-D2-Rezeptor wirken, verhält sich Aripiprazol als partieller Agonist am D2- und am 5-HT1A-Rezeptor. Dazu wirkt Aripiprazol wie andere atypische Neuroleptika auf den 5-HT2A-Rezeptor als voller Antagonist.
Die agonistische Wirkung nützt bei relativem Dopaminmangel im ZNS: Der etwa 30 %ige Agonismus soll beispielsweise im Frontalhirn zum Tragen kommen.
Bei erhöhter Neurotransmission, wie sie für Schizophrenie angenommen wird (aktuelle These: Überangebot von Dopamin im Limbischen System, u. a. für das Entstehen von Emotionen zuständig), nutzt man den antagonistischen Effekt, u. a. Blockade von D2-Rezeptoren ("Dopaminhypothese").
Aripiprazol wird auf Grund seines partiellen Agonismus auch als Vertreter der dritten Atypika-Generation bezeichnet. In den nächsten drei bis fünf Jahren sollen noch mehrere dieser partiellen Agonisten/Antagonisten in Deutschland zugelassen werden (Stand 2006).
Unerwünschte Wirkungen
Zu den unerwünschten Wirkungen zählen extrapyramidal-motorische Störungen, die allerdings nur halb so häufig wie unter einer Haloperidol-Behandlung auftreten (Quelle: Schweizer Fachinformation).
Eine Verschlimmerung psychotischer Symptome wird mittlerweile häufig berichtet (1, 2). Diese Störwirkung wird ebenfalls mit dem besonderen Wirkmechanismus von Aripiprazol in Verbindung gebracht.
Weiterhin können folgende Nebenwirkungen auftreten:
- Kopfschmerzen
- Agitiertheit
- Angst
- Schlafstörungen
- Verdauungsstörungen, Obstipation, Übelkeit und Erbrechen
- Benommenheit, Schläfrigkeit, Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens
- Akathisie.
- Hypersexualität (3)
- Hypomanie
Handelspräparat, Dosierung
Aripiprazol ist unter dem Markennamen Abilify®
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im Handel. Hersteller sind Bristol-Myers Squibb und Otsuka Pharmaceutical Co., Ltd.. Anzumerken sind die hohen Preise aufgrund des Patentes bzw. des Patentschutzes (somit sind noch keine Generika verfügbar) eine Monatspackung (N3, 30mg) kostet ca. 370 € (Febr. 2007).
Die therapeutische Dosis beträgt 15-30 mg/d. (Herstellerempfehlung vom Juni 2006: 10-15 mg, in besonderen Fällen 30 mg.) Die Wirkung setzt erst nach ca. 2-3 Wochen ein.
Weblinks
- Aripiprazole in chronic schizophrenia: experiences in daily practice. Acta Psychiatrica Scandinavica 114:4, 294-294.
- Aripiprazole possibly worsens psychosis. Int Clin Psychopharmacol. 2004 Jan;19(1):45-8.
- Hypersexualität unter Aripiprazol (Abilify®) Deutsches Ärzteblatt 103, Ausgabe 51-52 vom 25.12.2006
- Präparateinformation zu ABILIFY (GELBE LISTE)
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