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Austria Television

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Senderlogo

Bild:ATVlogo.jpg

Allgemeine Informationen
Empfang: analog terrestrisch, Kabel, Satellit & DVB-T
Länder: Österreich
Eigentümer: ATV
Sendeanstalt: {{{SE}}}
Geschäftsführer: Franz Prenner
Intendant: {{{IN}}}
Sendebeginn: 1. Juni 2003
Rechtsform: Privatrechtlich
Programmtyp: Vollprogramm
Adresse

ATV Privat-TV Services AG
Aspernbrückengasse 2
1020 Wien
ATV.at

Liste der Fernsehsender
Wikipedia
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Austria Television (ATV) ist das einzige österreichweit terrestrisch (analog und DVB-T), über Kabel (analog und DVB-C) und über Satellit (nur digital - DVB-S) ausgestrahlte private Fernsehprogramm und tritt als drittes bundesweites Programm neben die beiden öffentlich-rechtlichen Programme ORF 1 und ORF 2. Aufgrund einer must-carry-Bestimmung muss ATV gemeinsam mit den beiden ORF-Programmen über DVB-T, in allen österreichischen Kabelnetzen sowie über Satellit empfangbar sein.

Etwa 75 % der österreichischen und Südtiroler Haushalte können den Kanal empfangen. ATV nahm am 1. Juni 2003 erstmals den bundesweiten, terrestrischen Sendebetrieb auf. Seit 18. September 2003 wird das Programm parallel auch über Digital-Satellit ausgestrahlt.

Von 1997 bis 2000 lautete der Name des Senders W1, später wurde der Sender auf ATV umgetauft. Vom 1. Juni 2003 bis zum 31. Mai 2006 lautete der Name ATVplus. Seit 1. Juni 2006 nennt sich der Sender wieder ATV.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Im Jahr 1997 startete in Wien der Lokalsender Wien 1 (W1), der nur über das Kabelnetz zu sehen war. Im Jänner 2000 wurde dieser zu einem österreichweiten Programm namens ATV ausgebaut, das jedoch wegen der damaligen Rechtslage weiterhin nur über Kabel zu empfangen war, zeitweise auch im Rahmen von Premiere über Satellit und somit nur kostenpflichtig. Als eine rechtliche Grundlage für terrestrisches Privatfernsehen geschaffen wurde, bewarb sich ATV neben einigen anderen Senderprojekten um die einzige ausgeschriebene österreichweite Senderkette und erhielt schließlich den Zuschlag. Im Zuge des Starts des terrestrischen Sendebetriebs am 1. Juni 2003 wurde der Sendername von ATV auf ATVplus geändert, vermutlich, um den Zusehern ein "Plus" an Reichweite und Programmvielfalt zu signalisieren. Einen Tag nach dem 1. Juni 2006, der das dreijährige Jubiläum des terrestrischen Betriebs markiert, erfolgte wiederum die Rückänderung des Namens ATVplus auf die ursprüngliche Form ATV.

Unternehmensdaten

Sitz von ATV in Wien-Leopoldstadt
Sitz von ATV in Wien-Leopoldstadt

ATV ist eine nicht börsennotierte Aktiengesellschaft.

Seine Eigentümerstruktur besteht aus sechs Unternehmen, Kernaktionäre sind die BAWAG P.S.K. sowie der Filmhändler Herbert Kloiber mit seiner Tele München Gruppe. Immer wieder wurden in der Vergangenheit Verkaufsgerüchte laut. Die BAWAG hat vor kurzem angekündigt, sich auf das Kerngeschäft konzentrieren zu wollen und Beteiligungen nach und nach abzubauen. Ein Wechsel in den Besitz-Verhältnissen des Senders ist deshalb nicht völlig ausgeschlossen.

  • Ingebe Medienholding GmbH (eine Tochterfirma der österreichischen Bank BAWAG ) (41,48 %)
  • Concorde Media Beteiligungs AG GmbH (36,86 %)
  • Athena Zweite Beteiligungen AG (10 %)
  • Tele München-Fernseh GmbH Produktionsgesellschaft (6,08 %)
  • Generali Holding Vienna AG (1,65 %)
  • Erste Bank (2,07 %)
  • Fundus Gesellschaft für Unternehmensbeteiligungen GmbH & Co. KEG

Der Sender hat 120 fest angestellte Mitarbeiter und die doppelte Anzahl an freien Mitarbeitern.

2005 konnte der Sender seinen Umsatz gegenüber 2004 um 93 Prozent steigern. Laut dem Werbeanalysten Focus betragen die Brutto-Werbeumsätze des Senders rund 32 Millionen Euro.

Durchschnittlich erreicht ATV ca. 700.000 Seher pro Tag (Tagesreichweite). Die durchschnittliche Reichweite von ATV lag 2005 bei 3,5 Prozent in der Zielgruppe 12-49, womit ATV nur an achter Stelle in der Liste der meist gesehenen Stationen liegt. In der Kernzielgruppe der 12- bis 29-Jährigen beträgt die Reichweite 4,1 Prozent.

Um die terrestrischen Sendemasten in Österreich mitbenutzen zu dürfen, muss ATV - wie jeder andere potentielle Mitbenutzer auch - jährlich Gebühren an die ORS (=ausgegliederte Sendeanlagen-Betriebsgesellschaft des öffentlich-rechtlichen ORF) bezahlen.

Reichweiten

In der werberelevanten Zielgruppe der 12 bis 49-Jährigen schafft ATV einen durchschnittlichen Tagesmarktanteil von etwa 4 %. Der Marktanteil des Senders liegt zu Hauptabendzeiten bei knapp 5 %.

Programmgestaltung

Etwa 40 % des Programms von ATV sind Eigenproduktionen, die meist von beauftragten Firmen produziert werden, die restlichen 60 % sind Zukäufe. Das ist mehr als in ORF1

Wichtige Programmteile sind:

Der Sender selbst vergleicht sich gerne mit RTL in dessen Anfangsphase.

Soweit das Programm über Digital-Satellit (Astra) ausgestrahlt wird, erfolgt dabei eine Verschlüsselung; deshalb kann das Programm mit einem Digital-Satelliten-Receiver nur empfangen werden, wenn man im Besitz einer ORF-digital-Smartcard oder einer Premiere-Austria-Smartcard ist und der Receiver diese Karte verarbeiten kann. Auf der Homepage von ATV werden Lizenz- und Rechtegründe für diese Maßnahme erklärt.

Sport

ATV überträgt in Österreich live und exklusiv das Samstags-Topspiel der Deutschen Bundesliga um 15:25 Uhr in der Sendung "Volltreffer live". Außerdem werden seit einiger Zeit ausgewählte Sonntagsspiele live gezeigt. Der Zuschauer kann hierbei das Samstagsspiel selbst durch eine Internetabstimmung auf sport1.at wählen. In einer 30-minütigen Zusammenfassung im Anschluss der Liveübertragung werden Bilder der restlichen Spiele gezeigt. ATV hat die Rechte im Oktober 2006 für die nächten 3 Jahre an der Deutschen Bundesliga erworben.

Außerdem überträgt ATV alle Motorradrennen der Moto GP und der 250 ccm Klasse seit der Saison 2006 live.

Fußball-Übertragungen

Von der Saison 2004/2005 bis inklusive der 12. Runde 2005/2006 bot der Sender die Tageszusammenfassungen der österreichischen Fußball-Bundesliga, und einige der Spitzenspiele als Live-Übertragungen an. Am 16. Oktober wurde bekannt, dass Premiere, der Hauptrechteinhaber, den als Basis dienenden Sublizenzvertrag am selbigen Tag einseitig gekündigt hatte, da ATV angeblich seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachgekommen und erheblich zahlungsrückständig sei. ATV hingegen erachtet die Kündigung als rechtsunwirksam, insbesondere, da zum Zeitpunkt der Kündigung noch eine Klage in ungeklärten Vertragsfragen von Premiere gegen ATV beim Landgericht München anhängig war. Premiere ist unterdessen mit dem ORF eine Ersatzpartnerschaft für die restliche Saison eingegangen[1]. Dies wertete ATV als Eingriff in seine Rechte, und erwägte zusätzlich zu den Rechtsstreitigkeiten mit Premiere, den ORF deswegen zu klagen[2]. Eine Wendung ereignete sich am 24. Oktober 2006, als das Landgericht München dem Sender Premiere mit sofortiger Wirkung untersagte, dem ORF ersatzhalber die Bundesliga-Inhalte zu übermitteln, diese müssen laut Gericht wieder an ATV geliefert werden. ATV hat die österreichische Bundesliga wieder wie gewohnt im Programm[3]. Die endgültige Entscheidung fiel mit der sport.orf.at-Meldung am 8. November[4]. Laut dieser haben sich Premiere und ATV auf eine Beilegung der Streitigkeiten über den Wert der Free-TV-Rechte an der Fußball-Bundesliga geeinigt. Somit überträgt der ORF definitiv ab der 17. Runde bis zur 36. und letzten Runde der Saison 2006/2007 das Top-Spiel der Runde und die Spielzusammenfassungen.

Jugendschutz

Leichte Kürzungen von Spielfilmen aufgrund von Jugendschutzrichtlinien kommen vor, tendenziell jedoch seltener als etwa in Deutschland. Nicht jugendtaugliches Material kennzeichnet ATV durch Hinzufügen eines ! (Ausrufezeichens) vor seinem gewöhnlichen Cornerlogo.

Siehe auch

Quellenangaben

  1. Der Standard: Bundesliga wechselt von ATV zum ORF, 17. Oktober 2006
  2. Der Standard: Den ORF klagen nach Premiere-"Amoklauf", 18. Oktober 2006
  3. Der Standard: Österreichische Fußball-Bundesliga wieder bei ATV, 24. Oktober 2006
  4. sport.orf.at: Bundesliga endgültig im ORF-Fernsehen, 8. November

Weblinks

Koordinaten: 48° 12' 48" N, 16° 22' 58" O

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