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ASCET
Aus Kefk.
| ASCET | |
|---|---|
| Bild:Screenshot-ASCET.gif | |
| Basisdaten | |
| Entwickler: | ETAS Group |
| Aktuelle Version: | 5.2 (Dezember 2006) |
| Betriebssystem: | Windows |
| Kategorie: | Integrierte Entwicklungsumgebung, Regelungstechnik, Simulation |
| Lizenz: | proprietär |
| Deutschsprachig: | nein |
| Website: | www.etasgroup.com/ascet |
ASCET (Advanced Simulation and Control Engineering Tool, früher: ASCET-SD) von ETAS ist eine offene Produktfamilie für die modellbasierte Entwicklung eingebetteter Automobilsoftware. Als weitverbreitetes Entwicklungswerkzeug für Steuergeräte-Software wird es überwiegend von Funktions- und Software-Entwicklern sämtlicher namhafter Automobilhersteller und deren Zulieferer eingesetzt, um eingebettete Software für Steuerfunktionen und Regelalgorithmen zu entwickeln. Diese Steuergeräte sind im Fahrzeug dann später verantwortlich für Funktionen wie Steuerung oder Regelung von Verbrennungsmotoren oder Hybridantrieben, Automatikgetrieben, Antiblockiersystemen (ABS), Fahrstabilitätssystemen (ESP), Fensterhebern, Schiebedächern, Scheibenwischern, etc.
Inhaltsverzeichnis |
Anwendungsfelder
Seine hauptsächliche Anwendung findet ASCET in den Bereichen
- modellbasiertes Software-Design für eingebette Automobilsoftware,
- PC-basierte Simulation von Steuergerätefunktionen,
- Rapid Prototyping von Steuergerätefunktionen mit Echtzeitverhalten in Labor oder Fahrzeug,
- automatische Codegenerierung für Steuergeräte in Serienqualität.
Kunden bescheinigen dem Werkzeug die erfolgreiche Unterstützung beim Erzielen kürzerer Entwicklungszeiten und geringerer -aufwände, höherer Softwarequalität sowie von effizienterem Steuergerätecode, selbst besser als handgeschriebener Code[1].
Weitere wesentliche Merkmale sind in diesem Zusammenhang
- offene Schnittstellen und Integration mit anderen Werkzeugen,
- Unterstützung aller relevanten Standards (ASAM, MSR, OSEK, XML, MISRA-C:2004, etc.),
- Integration in automotive Entwicklungsprozesse und Werkzeugumgebungen,
- Generierung einer vollständigen Steuergerätedokumentation,
- Unterstützung von verteilter Entwicklung und Know-how-Schutz („IP protection“),
- Modelltransformation von und nach MATLAB/Simulink und UML,
- prozessoroptimierte C-Codegenerierung sowie
- Kompatibilität zum AUTOSAR-Standard,
Modell-basierte Entwicklung
ASCET bietet folgende graphische und textuelle Formalismen zur Modellspezifikation an:
- Blockdiagramme, für eine signal- und kontrollflussorientierte Sicht,
- erweiterte Zustandsautomaten, zur Darstellung zeit- und wertediskreter Zustände, ähnlich zu Statecharts,
- ESDL (Embedded Systems Description Language), eine Java-ähnliche Sprache zur Modellierung auf physikalischer Ebene,
- C-Code, insbesondere für hardwarenahe Funktionalität,
- erweiterte Wahrheitstabellen,
- RTOS-Konfigurator, zur Spezifikation des zeitlichen Ausführungsverhaltens,
- Strukturansichten für die Modellhierarchie,
- Daten- und Implementierungseditoren für die Modellbestandteile sowie
- CT-Blöcke (Continuous time) zur zeitkontinuierlichen Modellierung von Differentialgleichungen für die physikalische Umgebung.
Seriencodegenerierung
Als erster automotiver Codegenerator überhaupt wurde der von ASCET entsprechend der Norm IEC 61508 SIL 3 zertifiziert für den Einsatz zur Entwicklung sicherheitskritischer Systeme (z. B. ABS, ESP, AFS). Der generierte Code[2] entspricht dem Standard für MISRA-C, einer automotiven Richtlinie zur Erstellung von sicherem C-Code. Die Stückzahlen der mittels automatischer Seriencodegenerierung erstellten Steuergeräte beläuft sich mittlerweile auf einen Betrag im zweistelligen Millionenbereich[3], wobei die ersten Serienfahrzeuge mit automatisch generiertem Steuergerätecode bereits seit 1997 auf der Straße sind. Diesbezüglich war ASCET weltweiter Pionier und ist bis heute Marktführer.
Einsatz in Serienprojekten
Jüngere mit Hilfe von ASCET durchgeführte Serienentwicklungen sind neben zahlreichen Projekten in den Bereichen Motormanagement (z. B. Motronic von Bosch[4]), Fahrdynamik (ABS[5], ESP[6]), Getriebemanagement oder Komfortelektronik beispielsweise die Aktivlenkung[7] (AFS) von BMW, das Getriebemanagement des Bugatti Veyron 16.4 oder die Motorsteuerung für das BMW-Wasserstoffahrzeug H2R[8]. Gerade in den Bereichen Motormanagement und Fahrdynamik muss ASCET aufgrund seiner Verbreitung als industrieller de-facto-Standard angesehen werden.
Weblinks
Quellen
- ↑ BMW-Artikel in ETAS RealTimes 02/2003
- ↑ MISRA-C Artikel in ETAS RealTimes 1/2007
- ↑ Unternehmensangabe von 2006
- ↑ BMW-Artikel in ETAS RealTimes 01/2002
- ↑ Bosch-Artikel in ETAS RealTimes 01/2005
- ↑ Knorr-Bremse-Artikel in RealTimes 02/2001
- ↑ BMW-Artikel in ETAS RealTimes 01/2001
- ↑ BMW-Artikel in ETAS RealTimes 01/2005
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